Am Samstagabend musste sich unser 1. FC Heidenheim 1846 am 10. Spieltag der 2. Bundesliga auswärts beim Karlsruher SC mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Vor 28.453 Zuschauern im BBBank Wildpark brachte Tim Civeja den KSC in der 19. Minute in Führung und kaufte dem FCH von Beginn an den Schneid ab. Nach dem Seitenwechsel sorgte ein Traumfreistoß von Marvin Wanitzek (80.) für die Vorentscheidung. Der späte Anschlusstreffer von Alessandro Vogt per Kopf (88.) kam für eine Heidenheimer Aufholjagd letztlich zu spät.
FCH Cheftrainer Frank Schmidt veränderte seine Startformation im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen Energie Cottbus auf lediglich einer Position: Für Jan Schöppner rückte Marcel Costly in die Anfangsformation auf den Flügel.
Verdienter Rückstand für den FCH
Die Gastgeber aus Baden legten schwungvoll los und verbuchten bereits nach zwei Minuten den vermeintlichen Führungstreffer durch Shio Fukuda, der jedoch wegen einer knappen Abseitsstellung nicht zählte. Nur wenig später war es FCH Schlussmann Thomas Dähne, der mit einer starken Reaktion gegen Deniz Ofli den frühen Rückstand verhinderte (7.). Auf der Gegenseite verbuchte der FCH nach einer knappen Viertelstunde die erste und einzige Heidenheimer Riesenchance der ersten Halbzeit: Nach einer Hereingabe zog Mikkel Kaufmann direkt ab, doch KSC-Verteidiger Paul Scholl konnte das Leder im letzten Moment für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie blocken (15.).
Quasi im Gegenzug fiel dann das Tor auf der anderen Seite. Nach einem langen Abschlag von KSC-Torhüter Bernat behauptete Marvin Wanitzek den Ball und bediente Tim Civeja. Der Mittelfeldspieler tankte sich gegen mehrere FCH Profis durch und vollendete flach ins linke Eck zum 1:0 (19.). Die Schmidt-Elf versuchte prompt zu antworten, doch ein Kopfball von Kapitän Patrick Mainka nach einer Ecke stellte Bernat vor keine größeren Probleme (22.). Kurz vor der Pause bewahrte Dähne sein Team vor einem höheren Rückstand, als er einen gefährlichen Abschluss von Fukuda aus 14 Metern parierte (40.). So ging es mit dem 0:1-Rückstand in die Kabinen.
Vogt bringt FCH per Kopf nochmal ran
Zum zweiten Durchgang reagierte Frank Schmidt doppelt personell und brachte mit Mathias Honsak und Alessandro Vogt frische Offensivkräfte in die Partie. Der FCH übernahm nun etwas die Spielkontrolle und suchte den Weg nach vorne. Nach einer Ecke von Michael Heule kam Mikkel Kaufmann zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp am langen Pfosten vorbei (49.). Die Heidenheimer Bemühungen blieben in der Folgezeit jedoch oft zu ungenau, während Karlsruhe kompakt verteidigte und auf Konter lauerte.
In der 80. Minute folgte schließlich der bittere zweite Rückschlag: Nach einem Foulspiel an der rechten Strafraumkante zirkelte KSC-Kapitän Marvin Wanitzek den fälligen Freistoß unhaltbar in den linken oberen Torwinkel zum 2:0. Unsere Mannschaft steckte jedoch nicht auf und bewies Moral. Nach einem Freistoß von der linken Seite durch Leart Paçarada stieg Alessandro Vogt im Strafraum am höchsten und nickte den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen (88.). In einer hitzigen sechsminütigen Nachspielzeit warf der FCH noch einmal alles nach vorne – ein letzter Schussversuch aus dem Gewühl heraus wurde jedoch erneut auf der Linie geblockt (94.). Am Ende blieb es somit bei der 1:2-Auswärtsniederlage.
Die Chance es wieder besser zu machen, gibt es am Sonntag der kommenden Woche. Dann gastiert Hannover 96 am 11. Spieltag der 2. Bundesliga in der Voith-Arena. Anpfiff ist um 13:30 Uhr.
Statistik zum Spiel
FCH: Dähne – Mhamdi (67. Busch), Mainka, Föhrenbach, Heule – Hennrich (46. Honsak), Schöppner (67. Siersleben) – Costly (79. Paçarada, Conteh (46. Vogt) – Zivzivadze, Kaufmann
KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Kobald, Scholl, Sandro, Ofli (59. Bergh) – Wiethaup (67. Eichinger), Väänänen, Civeja, Wanitzek – Fukuda (90. +3 Meyer)
Tore: 1:0 Civeja (19.), 2:0 Wanitzek (80.) | 2:1 Vogt (88.)
Gelbe Karten: 55. Väänänen, 90.+3 Senft | 78. Busch
Schiedsrichter: Sören Storks (Rahmsdorf)
Zuschauer: 28.453 (BBBank Wildpark)