„Enttäuscht können wir nur über das Ergebnis sein“

Matchday
20.09.2026

Nach dem 1:1-Unentschieden auswärts bei Arminia Bielefeld haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt sowie unseren FCH Profis Patrick Mainka, Marnon Busch und Paul Hennrich für Euch eingefangen.

Frank Schmidt:

„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir müssen schon sehr früh in Führung gehen. Wir haben die große Chance durch Paul Hennrich, der nach innen zieht und knapp am Winkel vorbeischießt, müssen dann aber den Rückstand hinnehmen. Nach dem Standard sehen wir nicht glücklich aus, wie wir den Ball klären. Grodowski hat fast immer die gleiche Position bei Eckbällen, das wussten wir natürlich auch und er war auch zugeteilt. Aber durch den abgefälschten Ball kam dann ein bisschen Unordnung rein und da hat er einen sehr guten direkten Abschluss. Wir haben uns jedoch nicht beeinflussen lassen. Ich kann mich selten an ein Spiel erinnern, in dem wir uns, auswärts in einer Halbzeit, so viele Chancen erarbeitet haben. Mit Ball haben wir gerade über unsere linke Seite sehr oft den Durchbruch geschafft und unfassbar viele Chancen ausgelassen. Dann kommen wir mit dem Elfmeter zum Ausgleich, bleiben dran und machen dann hochverdient noch vor der Halbzeit das 2:1. Ärgerlich war, dass wir dann direkt nach der Halbzeit, wo wir den Ball im Sechzehner bei Bielefeld stehlen, nicht das 3:1 machen. Da sind wir klar in Überzahl. Ich weiß nicht, ob man quer spielen kann. Ich habe es gerade noch mal gesehen. Vielleicht muss man da Alessandro Vogt ein bisschen in Schutz nehmen, weil dann doch noch ein Bielefelder reingrätscht und es nicht so einfach ist, nach innen zu spielen. Wir kriegen dann aber das 2:2. Bielefeld verlagert das Spiel und aus der zweiten Reihe wird der Ball abgefälscht und geht rein. Dann hat das Spiel das Potential hier komplett zu kippen. Wir wissen was hier entstehen kann. Ich finde, dass wir trotzdem noch die größte Chance hatten, vor allem durch Julian Niehues. Der Kopfball aus fünf Metern frei vor dem Tor – den muss er eigentlich nur aufs Tor bringen. In dieser Phase war das Spiel aber dann natürlich deutlich ruhiger. Mein Kollege hat auch gut gewechselt. Dann hatten wir nicht mehr diese Durchbrüche. Ich habe der Mannschaft gerade gesagt, enttäuscht können wir nur über das Ergebnis sein. Über die Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, nicht. Es war eine gute Auswärtsleistung. Sehr gut wäre es gewesen, wenn wir unsere Torchancen genutzt hätten.“

Patrick Mainka:

„Mit der Leistung kann man sehr zufrieden sein, mit dem Ergebnis am Ende nicht. In der ersten Halbzeit waren wir nach dem unglücklichen 0:1 die bessere Mannschaft und hatten viele große Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Wenn wir da unsere Möglichkeuten nutzen und vielleicht das 3:1 machen, wäre es noch mal ein ganz anderes Spiel gewesen. Dann durch so ein abgefälschtes Gegentor das 2:2 zu kassieren, ist ärgerlich.“

Marnon Busch:

„Es ist heute ein lachendes und ein weinendes Auge, weil wir auf ein gutes Auswärtsspiel gemacht und richtig viele Chancen herausgespielt haben. Auf der anderen Seite ärgere ich mich über unser Verwertung. Ein gutes Auswärtsspiel auf der Alm, ein schweres Spiel. Damit können und müssen wir auf jeden Fall leben.“

Paul Hennrich:

„Ich freue mich, dass ich ein Tor geschossen habe und der Mannschaft so helfen konnte. Aber ich hätte auch noch ein paar Tore mehr machen können. Wir werden weiterarbeiten, weiter Gas geben und uns dann auf das nächste Spiel gegen Kaiserslautern vorbereiten .“