„Das hat sich die Mannschaft erarbeitet“

Profis
13.09.2026

Nach dem 1:0-Heimsieg am 5. Spieltag der Zweitliga-Saison 2026/27 gegen Holstein Kiel haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt, unserem Torschützen Jonas Föhrenbach, Mittelfeldspieler Julian Niehues und Stürmer Mikkel Kaufmann für Euch eingefangen.

Frank Schmidt:

„Es war eine ausgeglichene erste Halbzeit – aus meiner Sicht ohne eine einzige richtige Torchance auf beiden Seiten. Da waren wir nicht so präsent im Umschalten, vor allem auf dem Flügel, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen habe ich dann auch zur Halbzeit gewechselt. Da hat es bei uns gefehlt, weil es schon im Ansatz zwei, drei Situationen gab, bei denen ich mir in der ersten Halbzeit schon gewünscht hätte, dass wir mehr das Tempo mitnehmen. Das ist uns nicht gelungen. Dann haben wir das Spiel, finde ich, so gestaltet, wie wir uns das in der zweiten Halbzeit vorgestellt haben. Deswegen habe ich auch mit Mikkel Kaufmann und Christian Conteh zwei Spieler eingewechselt, die viel Tempo gebracht haben und in der zweiten Halbzeit einen sehr großen Einfluss hatten. Es hätte auch schon vor der Gelb-Roten Karte in diese Richtung gehen können. Da müssen wir eigentlich schon in Führung gehen. Da haben wir ein bisschen sträflich unsere Chancen liegen gelassen. Es schön gewesen, da gleich nach der Halbzeit in Führung zu gehen. Dann kam es zum Platzverweis, und da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Bis auf die letzte Aktion von Kiel waren wir geduldig. Wir haben immer wieder über außen gespielt, auch wenn wir zu oft und zu früh aus dem Halbfeld geflankt haben. Das hat Kiel gut wegverteidigt. Aber wir sind drangeblieben. Ich glaube, in der ersten Halbzeit hatten wir keinen einzigen Eckball für uns. In der zweiten Halbzeit haben wir das Eckenverhältnis zumindest ausgeglichen. Und wenn du dann das Tor nicht machst, sind zwei Dinge wichtig: Du darfst dann nicht noch irgendwie das Spiel verlieren. Das haben wir gegen Dresden in Unterzahl gesehen, wo wir nach dem Ausgleich das 2:1 in Unterzahl bekommen haben. Da haben wir gelernt: Wir machen das Tor. Und klar, am Schluss, die letzten Minuten: Da kommt ein bisschen Hektik rein. Dann kommt nochmal die Flanke. Da ist die große Chance für Kiel gewesen, den Ausgleich zu machen. Aber wir müssen auch ehrlich sein: Vorher haben wir zu oft verpasst, für klare Verhältnisse zu sorgen, weil wir die Chancen nicht genutzt haben. Das 1:0 hat sich die Mannschaft erarbeitet. Für den Moment sind wir zufrieden.“

Jonas Föhrenbach:

„Ich denke, in der zweiten Halbzeit haben wir uns viele Torchancen herausgespielt. Natürlich war ärgerlich, dass wir sie nicht genutzt haben. Aber wir haben die Überzahl dann ganz gut ausgespielt. Das ist wichtig. Und wer das Tor schießt, ist eigentlich egal. Für mich ist es sehr schön, dass das bei mir wieder geklappt hat. Es war auf jeden Fall geplant, dass ich auf den langen Pfosten durchlaufe und dass wir vorne entweder natürlich aufs Tor köpfen oder verlängern. Und Mikkel Kaufmann hat den Ball gut verlängert.“

Julian Niehues:

„In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr neutralisiert. Beide Mannschaften haben fast Mann gegen Mann über das ganze Feld gespielt. Es waren viele lange Bälle und nur wenig Spielfluss. Aber dann ist es wichtig, dass man die Null hält. Dann kommen wir sehr gut aus der Kabine in die zweite Halbzeit. Wir hatten dann direkt zwei Riesenchancen schon vor dem Platzverweis. Das kam unserem Spiel natürlich entgegen, aber das haben wir uns auch erarbeitet. Mikkel Kaufmann hat sehr gut nachgesetzt und dann haben wir kurz gebraucht, um die Überzahl zu nutzen. Dann war es gefühlt Einbahnstraßenfußball und wir sind einfach sehr froh, dass wir das 1:0 gemacht haben. Am Ende dürfen wir nicht Chancen gegen uns zulassen. Das darf nicht passieren. Ich bin sehr, sehr glücklich mit dem Sieg.“

Mikkel Kaufmann:

„Das war ein gutes Spiel von uns. Ich fand, wir waren gut in der Partie. In der zweiten Halbzeit sind wir direkt ins Pressing gegangen. Klar, die spielen ein bisschen anders Fußball und das ist ein bisschen schwierig, das zu lösen. Ich finde, wir haben das richtig gut gemacht – mit Freude und viel Einsatz.“