Am 9. Spieltag der Saison 2026/27 kam es in der Voith-Arena zu einer echten Premiere. Der FC Energie Cottbus gastierte am Samstagmittag erstmals überhaupt auf dem Schlossberg. Dabei erzielten die Lausitzer in der ersten Halbzeit durch Lucas Copado (40.) den einzigen Treffer. Nach der Pause kamen die FCH Profis dafür mit voller Wucht aus der Kabine, glichen direkt nach Wiederanpfiff durch Oualid Mhamdi (49.) aus und erspielten sich Chancen für weitere Tore. Am Ende blieb es jedoch aufgrund fehlender Kaltschnäuzigkeit beim 1:1-Unentschieden.
Im Vergleich zur 3:1-Niederlage in Wolfsburg am vergangenen Wochenende nahm Frank Schmidt eine Änderung in der Startelf vor: Für Alessandro Vogt rückte Budu Zivzivadze in die Mannschaft.
Direkt zu Beginn der Partie kam Cottbus zu zwei Abschlüssen. Zunächst musste Thomas Dähne gegen Lucas Copado zur Ecke abwehren (1.), anschließend verfehlte Leon Guwara mit seinem Schuss nur knapp den Winkel (2.). In der Anfangsphase hatten die Gäste mehr vom Spiel und die besseren Möglichkeiten. Das änderte sich jedoch dann, als der FCH durch Christian Conteh, Paul Hennrich und Oualid Mhamdi zu einer Dreifachchance (19.) kam. Zweimal parierte FCE-Keeper Marcel Lotka stark, den dritten Versuch blockte Fousseny Doumbia. Nur eine Minute später stand Kapitän Patrick Mainka nach einem Freistoß von Michael Heule frei in der Luft. Sein Kopfball verfehlte das lange Eck jedoch knapp (20.).
Zehn Minuten später zappelte der Ball dann erstmals hinter Marcel Lotka im Netz. Vorausgegangen war ein langer Ball von Michael Heule auf Budu Zivzivadze. Der Georgier zog trocken ab, stand dabei jedoch knapp im Abseits – also kein Tor (30.)!
Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Cottbuser im Zentrum dann jedoch, etwas aus dem Nichts, zu viel Platz. Nach einer Pressingsituation fand die Mannschaft von „Pele“ Wollitz den freistehenden Tolcay Cigerci. Dieser spielte den Ball nach links zu Lucas Copado, der problemlos in den Strafraum zog und den Ball über FCH Keeper Dähne hinweg zum 0:1 ins Netz hob (40.). Der FCH wollte in der Folge noch vor der Pause eine Antwort auf den Rückstand finden. Paul Hennrich legte dabei den Ball per Kopf für Mainka ab, dessen Kopfball Marcel Lotka jedoch sicher entschärfte (43.).
Starker Start in die zweite Halbzeit – und viele vergebene Chancen
Für die zweite Hälfte nahm Frank Schmidt dann einen Wechsel in seiner Elf vor: Marcel Costly kam für Julian Niehues. Und der neue Mann in der Heidenheimer Offensive hatte direkt eine gute Tormöglichkeit, sein Schuss wurde jedoch noch zur Ecke abgefälscht. Der anschließende Eckball war eine einstudierte Variante des FCH: Paul Hennrich legte den Ball am Ende auf Oualid Mhamdi am Strafraumrand zurück. Dessen Innenseitenschuss wurde noch abgefälscht, landete aber zum Ausgleich im Tor (49.). Ein Auftakt nach Maß für die Rot-Blau-Weißen!
Nun blieb der FCH am Drücker. Wieder war es Marcel Costly, der nach einem Eckball zum Abschluss kam. Die Cottbuser warfen sich jedoch auf der Linie in den Ball und verhinderten den nächsten Treffer (57.). Zwei Minuten später war erneut der FCH an der Reihe: Der agile Christian Conteh fand nach einem Dribbling Budu Zivzivadze, der Marcel Lotka mit einem angeschnittenen Schuss prüfte. Es gab wieder mal Eckball, diesmal jedoch ohne anschließenden Erfolg (59.).
Der Ausgleich hatte dem Team von Frank Schmidt sichtlich gutgetan. Spätestens in der 63. Minute hatten die Heidenheimer dann vollends Oberwasser. Erneut kam Marcel Costly zu einer Riesenchance. Er chippte den Ball über den Keeper, traf damit aber nur den Pfosten – von dort kullerte der Ball in dessen Arme. Die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt mittlerweile längst verdient gewesen.
Auch wenn das zweite Tor zunächst nicht fallen wollte, machten die FCH Profis weiter Druck ohne Ende. Budu Zivzivadze hatte am zweiten Pfosten eine gute Kopfballchance (70.). Alessandro Vogt vergab eine hundertprozentige Möglichkeit zur Führung (80.) und Christian Conteh verfehlte mit einem Volley nur knapp das lange Eck (82.). Zu diesem Zeitpunkt hatte der FCH bereits zwölf Eckbälle verzeichnet. Unterm Strich war ein Tor schlichtweg viel zu wenig.
Auch in der Schlussphase bot sich in der 84. Minute ein gleichbleibendes Bild: Erneut konnte Alessandro Vogt aus aussichtsreicher Position keinen zweiten Treffer erzielen. In der vierminütigen Nachspielzeit gab es sogar noch den 15. Eckball für den FCH, doch ein weiteres Tor fiel nicht mehr. Bei dieser Vielzahl an Chancen kaum zu glauben – am Ende stand dennoch ein 1:1-Remis.
Für den 1. FC Heidenheim 1846 geht es nun am kommenden Samstag zum Topspiel des 10. Zweitliga-Spieltages nach Karlsruhe. Dann gastiert unser FCH um 20:30 Uhr im Wildparkstadion beim KSC.
Statistiken:
FCH: Dähne – Mhamdi, Mainka, Föhrenbach, Heule (86. Pacarada) – Hennrich (79. Honsak), Niehues (46. Costly), Schöppner, C. Conteh – Kaufmann (65. Vogt), Zivzivadze
FC Energie Cottbus: Lotka – Rorig, Manu, Erlein, Guwara (65. Boziaris) – Cigerci, Michelbrink, Campulka (52. Malone), Doumbia (65. Zaydan), Copado – Bogdanov (83. Kinsombi)
Tore: 0:1 Lucas Copado (40.), 1:1 Oualid Mhamdi (49.)
Gelbe Karten: Jan Schöppner (11.), Michael Heule (69.) / Marcel Lotka (15.), King Manu (37.)
Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Frankfurt)
Zuschauer: 14.515 (Voith-Arena)