Der 1. FC Heidenheim 1846 bleibt in der 2. Bundesliga in der Erfolgsspur! In einer bis zur letzten Sekunde umkämpften Partie setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Frank Schmidt am Sonntagnachmittag bei der SpVgg Greuther Fürth knapp mit 1:0 durch. Vor allem eine leidenschaftliche Defensivleistung und großer Siegeswille sorgten dafür, dass der Treffer von Budu Zivzivadze in der 12. Minute die nächsten drei Punkte bescherte.
Frank Schmidt rotierte im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen: Für Luca Kerber rückte Oualid Mhamdi in die Anfangsformation. Zudem durfte Neuzugang Alessandro Vogt, der erst vor wenigen Tagen von der TSG Hoffenheim an die Brenz gewechselt war, für Mikkel Kaufmann ran.
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit ordentlich Tempo, in dem beide Mannschaften ohne großes Abtasten den direkten Weg nach vorne suchten. Den ersten Offensivakzent setzten die Rot-Blau-Weißen in der 2. Minute, als Budu Zivzivadze den startenden Alessandro Vogt per Steckpass bediente – das Zuspiel geriet jedoch ein Stück zu lang. Auf der Gegenseite verbuchten die Hausherren in der 7. Minute den ersten gefährlichen Abschluss, doch FCH Keeper Thomas Dähne war beim Distanzschuss von Felix Klaus aus 20 Metern auf dem Posten.
Die Schmidt-Elf agierte engagiert und belohnte sich früh. In der 12. Spielminute brachte eine Ecke von der linken Seite zunächst nichts ein, doch Marcel Costly schnappte sich das Leder und flankte im zweiten Versuch maßgeschneidert an den Fünfmeterraum. Dort stieg Budu Zivzivadze am höchsten und nickte zum umjubelten 1:0 für unseren FCH ein!
In der Folge überließen die Heidenheimer den Gastgebern zwar weite Teile des Ballbesitzes, standen defensiv aber extrem kompakt und blieben durch Umschaltmomente stets gefährlich. Als Felix Klaus nach Zuspiel von Dennis Srbeny in den Strafraum eindringen wollte, klärte FCH Kapitän Patrick Mainka in aufmerksamer Manier (21.). Wenig später scheiterte Costly nach einem feinen Zuspiel von Mathias Honsak durch das Zentrum am Fürther Schlussmann Florian Hellstern (27.).
Die Fürther erhöhten den Druck, bissen sich an der Heidenheimer Hintermannschaft jedoch immer wieder die Zähne aus. Wenn doch mal etwas durchkam, war Verlass auf den Schlussmann: In der 32. Minute parierte Thomas Dähne einen gefährlichen Distanzschuss von Gian-Luca Itter stark zur Ecke. Kurz vor dem Pausenpfiff zappelte der Ball fast wieder im Fürther Netz, doch nach einem Costly-Einwurf und der Verlängerung von Patrick Mainka verpassten Zivzivadze und Vogt im Fünfmeterraum die Kugel (44.). Auf der Gegenseite klärte Jan Schöppner eine gefährliche Bansé-Flanke im letzten Moment zur Ecke (45.), sodass es mit der knappen Führung in die Kabinen ging.
Personell unverändert kam der FCH zurück auf den Rasen – und erlebte sofort einen Fürther Blitzstart. Erneut war es Klaus, der sich durch das Zentrum tankte, doch Dähne tauchte blitzschnell ab und lenkte den Ball mit einer Hand sensationell um den Pfosten (49.). Quasi im Gegenzug hatte Vogt das 2:0 auf dem Fuß bzw. auf dem Kopf: Nach einer wuchtigen Flanke von Michale Heule setzte der Neuzugang den Ball per Aufsetzer aus kurzer Distanz knapp über den Querbalken (50.).
In der 56. Minute folgte die nächste große Möglichkeit, um den Vorsprung auszubauen: Nach einem schnellen Konter bediente Budu Zivzivadze den mitgelaufenen Oualid Mhamdi diagonal im Strafraum. Aus halbrechter Position zog der Flügelspieler aus elf Metern ab, doch Fürths Keeper Hellstern warf sich wagemutig entgegen, bekam den Ball voll ins Gesicht und verhinderte mit dieser schmerzhaften Rettungstat den zweiten Heidenheimer Treffer. Der FCH blieb am Drücker: Ein strammer 30-Meter-Schuss von Heule nach einem schönen Solo wurde gerade noch zur Ecke abgewehrt (63.).
In den letzten zwanzig Minuten warfen die Franken noch einmal alles nach vorne. In einer turbulenten 70. Minute blockte die Heidenheimer Defensive gemeinschaftlich mehrere Abschlüsse der Hausherren. Drei Minuten später reklamierte Sillah nach einem parierten Dehm-Fernschuss vergeblich auf Strafstoß, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm (73.).
In der Schlussphase war bei den Heidenheimern einmal mehr die typische FCH Mentalität gefragt: Mit purer Leidenschaft, viel Herz und großem Kampf verteidigten die Rot-Blauen jeden Ball weg. Nur ein einziges Mal wurde es in der Nachspielzeit noch einmal brenzlig, als Lukas Reich aus aussichtsreicher Position abzog (90.+5) – der Ball verfehlte das Gehäuse jedoch.
Wenige Augenblicke später war Schluss! Der 1. FC Heidenheim 1846 feiert einen hart erarbeiteten, aber aufgrund der starken Defensivleistung verdienten 1:0-Auswärtssieg bei der SpVgg Greuther Fürth und nimmt drei wichtige Punkte mit auf die kurze Heimreise auf den Schlossberg. Am kommenden Wochenende geht es in der 2. Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Holstein Kiel weiter. Anpfiff in der Voith-Arena ist dann erneut am Sonntag um 13:30 Uhr.
Statistik zum Spiel
SpVgg Greuther Fürth: Hellstern – Dehm (79. Reich), Heuer, Keresztes (84. Blank), Itter – Will, Bansé (79. Keller) – Ademi (65. Sillah), Klaus, Pohlmann – Srbeny (65. Siebatcheu)
FCH: Dähne – Mhamdi (73. Niehues), Busch, Mainka, Föhrenbach, Heule – Costly, Schöppner, Honsak (73. Conteh) – Vogt (83. Zrilic), Zivzivadze (83. Breunig; 90. Siersleben)
Tor: 0:1 Zivzivadze (12.)
Gelbe Karten: Kersztes, Schöppner
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (Poppenbüttel)
Zuschauer: 12.789 (Sportpark Ronhof Thomas Sommer)