Vor dem Auswärtsspiel in der Bundesliga am Samstag (15:30 Uhr) beim Rekordmeister FC Bayern München haben wir die Einschätzungen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz für Euch zusammengefasst. HIER gibt’s die PK vom Donnerstagnachmittag außerdem in voller Länge im Video!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation:
„Die beiden Langzeitverletzten Sirlord Conteh und Leart Paqarada fallen weiterhin aus. Zudem wird höchstwahrscheinlich auch Mathias Honsak fehlen, da er nach wie vor individuell trainiert. Christian Conteh steht aufgrund einer Beerdigung im Familienkreis ebenfalls nicht zur Verfügung. Arijon Ibrahimovic war diese Woche krank. Ich hoffe aber, dass er morgen wieder dazustoßen kann. Der Rest hat trainiert und steht zur Verfügung.“
…über den FC Bayern München und das Spiel gegen den Deutschen Meister:
„Mehr Außenseiter als wir kann man eigentlich nicht sein. Es ist schon bemerkenswert, dass wir zwischen diesen beiden Spielen in der Champions-League jetzt in der Bundesliga um Punkte gegen Bayern spielen. Am Ende werden wir versuchen, zunächst den Glauben zu haben, dass an einem perfekten Tag etwas möglich ist. Ich denke, das ist die Grundvoraussetzung: Daran zu glauben und den Mut zu haben, um überhaupt eine Chance zu bekommen. Sicher ist, dass wir in allen Bereichen an unser absolutes Maximum kommen müssen. Und selbst das wird vermutlich nicht reichen – dafür braucht es zusätzlich auch die nötige Portion Glück in entscheidenden Situationen. In dieser Saison hat nur der FC Augsburg in München gewonnen. Natürlich nicht über Ballbesitz, aber sie haben wenig zugelassen und im richtigen Moment die Tore gemacht – da kam einfach alles zusammen. Uns ist klar, dass wir nicht dauerhaft nach vorne spielen können. Genauso klar ist aber auch: Wenn wir nur versuchen, unser Tor zu verteidigen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Bayern treffen. 60 Tore in 15 Heimspielen bei nur 15 Gegentoren sprechen eine deutliche Sprache. Im Schnitt gewinnen sie ihre Heimspiele mit 4:1. Das zeigt, welche Qualität diese Mannschaft hat, was sie in allen Bereichen leisten kann – das war auch unter der Woche wieder eindrucksvoll zu sehen. Trotzdem wollen wir uns davon lösen. Wir können die Bayern nicht in jedes Detail zerlegen und der Mannschaft alles mitgeben. Wir konzentrieren uns auf ein paar wenige, klare Punkte. Was dann im Spiel passiert, lässt sich ohnehin nicht vorhersagen – und genau das macht den Reiz aus. Deshalb hoffen wir, dass die angesprochenen Eigenschaften an diesem Tag bestmöglich zusammenkommen.“
…über die Herangehensweise am Samstag:
„Wir brauchen unsere beste Leistung – das wird entscheidend sein. Wir müssen es schaffen, in den Bereichen, die wir beeinflussen können, auf höchstem Niveau zu agieren. Gleichzeitig hoffen wir, dass die Bayern nicht die Effektivität zeigen, die sie in so vielen Spielen ausgezeichnet hat. Dass sie uns aber unterschätzen, können wir sicher ausschließen. Ich bin mir sicher, dass sie die Partie sehr ernst nehmen werden. Wir müssen davon ausgehen, dass auch Spieler zum Einsatz kommen, die rund um die Champions-League-Spiele gespielt haben. Ich schätze meinen Trainerkollegen Vincent Kompany sehr – was er dort in Bezug auf Mentalität und Einstellung aufgebaut hat, ist bemerkenswert. Das hängt natürlich auch mit ihm und seinem Team zusammen, das die Mannschaft immer wieder entsprechend einstellt und auf diesen Weg gebracht hat. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Bayern von Beginn an ein hohes Tempo anschlagen und früh für klare Verhältnisse sorgen wollen. Dagegen müssen wir uns mit allem wehren, was wir haben.“
…über die aktuelle Form seines Teams in den letzten Wochen:
„Ich denke, dass wir gezeigt haben, was mit Stabilität und auch der zuletzt wieder erarbeiteten Effektivität möglich ist. Deshalb sollte es so sein, dass für uns noch kein definitives Saisonergebnis feststeht. Das gibt uns definitiv Mut, weil wir mit dieser Ausgangslage in die letzten Spiele gehen und noch verschiedene Möglichkeiten haben. Bis dahin bringt es jedoch nichts zu spekulieren oder weiterzudenken. Das liegt eben auch nicht nur in unserer eigenen Hand, so ehrlich müssen wir sein. So gut die Spieler zuletzt auch waren, sowohl in der Punktausbeute als auch fußballerisch, brauchen wir jetzt noch Geduld – auch wenn das nicht ganz einfach ist, das gebe ich offen zuWas mich aber überzeugt und auch glücklich gemacht hat, war das Spiel in der vergangenen Woche, genauso wie die Stimmung und die Reaktion unserer Fans und Zuschauer. Das war nicht selbstverständlich. Insgesamt waren das sehr besondere Wochen und ein schöner Moment, den wir gerne noch ein Stück weit ausbauen würden.“