Vor dem Rückenrundenauftakt der Bundesliga-Saison 2025/26 am kommenden Samstag (15:30 Uhr) beim VfL Wolfsburg haben wir die Einschätzungen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz für Euch zusammengefasst. HIER gibt’s die PK außerdem in voller Länge im Video!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation:
„Es ist immer noch Regenerationsphase. Die eine oder andere kleinere Blessur aus dem vergangenen Spiel ist vorhanden. Aber ich denke nicht, dass aufgrund des Spiels in Mainz jemand für Samstag ausfallen wird. Bei Budu Zivzivadze hat sich nichts verändert. Er ist noch kein Kandidat mit seiner Knieblessur und war jetzt zuletzt wieder im MRT. Es wird besser, aber er trainiert schon seit Wochen nicht mehr mit der Mannschaft und war zuletzt auch krank gewesen. Da werden wir noch etwas Geduld brauchen müssen.“
…über die aktuelle Stimmungslage:
„Die Stimmung ist ergebnismäßig angepasst. Es ist keine gute Stimmungslage, weil wir nur einen Punkt zuletzt geholt haben. Ich denke, dass Ergebnisse auch immer eine gewisse Konsequenz haben müssen. Wir können da nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir haben aus den letzten vier Spielen gegen drei Mannschaften gespielt, die eher weiter unten in der Tabelle stehen und auch als Konkurrenten gelten. Im Kampf um den Klassenerhalt haben wir daraus nur einen Punkt geholt - das ist einfach zu wenig. Dementsprechend sind wir enttäuscht und laufen hier nicht freudestrahlend durch die Gänge. Wie ich es auch nach dem Spiel in Mainz gesagt habe, müssen wir ehrlich mit der Situation umgehen und diese ehrlich analysieren. Jetzt ist die Vorrunde vorbei und das Ergebnis ist ein Stück weit ernüchternd für uns, weil es nicht unmöglich gewesen wäre, auch besser in der Tabelle dazustehen. Wenn man die ganzen 17 Spiele der Vorrunde nimmt, dann haben wir - bis auf vier, fünf - zu selten unsere Leistung gezeigt – schon gar nicht über 90 Minuten. Daher sind es zu viele Niederlagen, zu wenig Punkte und deshalb sind wir enttäuscht von der Vorrunde. Das Positive ist, dass es jetzt nicht mehr schlechter werden kann, sondern es nur besser werden kann. Ich tue mich schwer damit, mich ein Stück weit damit zufrieden zu geben, dass die Abstände zu unseren Konkurrenten nicht so groß sind. Fakt ist, wenn wir so weitermachen, werden die Abstände größer. Wir müssen ganz dringend eine Trendwende einleiten, weil wir so nicht zufrieden sein können.“
…über den kommenden Gegner VfL Wolfsburg:
„Die Wolfsburger haben einen neuen Trainer. Wenn man sich Wolfsburg die letzten Spiele anschaut, dann sieht man diese sehr hohe individuelle und fußballerische Qualität. Das zeigt sich auch im variablen Spiel mit Ball und dem hohen fußballerischen Ansatz. Eins ist klar, und zwar, dass der VfL Wolfsburg mit seinem Potenzial wahrscheinlich ganz andere Ziele verfolgt. Das muss der VfL selbst beantworten, aber in den Abstiegskampf gehören sie für mich nicht rein. Man sieht einfach dieses Potenzial in der Offensive und das Tempo auf den verschiedenen Positionen, aber auch mit individueller Qualität und Erfahrung. Wenn man einen Christian Eriksen oder Maximilian Arnold als Beispiel nimmt, dann sind es beides herausragende Fußballer. Trotz der Qualität haben sie im Heimspiel vor der Winterpause gegen Freiburg drei Gegentore bekommen. Auch gegen St. Pauli gestern haben sie ein Gegentor bekommen und auch im Verlauf der zweiten Halbzeit viele Chancen zugelassen. Im Spiel gegen Bayern München haben sie acht Gegentore bekommen. Wir sollten jetzt daher nicht so tun, dass es unmöglich ist, in Wolfsburg zu treffen. Deshalb haben wir den Gegner analysiert mit seinen Stärken und Schwächen und werden wieder versuchen, in der Rückrunde ein besseres Ergebnis zu gestalten wie im Hinspiel. Das Hinspiel haben wir 3:1 verloren. Das heißt, auch da können wir es jetzt nur verbessern.“
…über Neuzugang Christian Conteh:
„Gegen Wolfsburg wird es nicht reichen, aber es sieht dennoch gut bei ihm aus. Im Training ist er jetzt an das Team herangeführt worden. Man darf nicht vergessen, dass er sich eine kleine Verletzung im letzten Spiel für Braunschweig zugezogen hat, wo er richtig gut unterwegs war. Fakt ist, er muss zu hundertprozentig beschwerdefrei sein. Medizinisch geht es in die richtige Richtung. Jetzt für Samstag ist er noch kein Thema.“