Nach dem 3:1-Sieg auswärts beim 1. FC Köln haben wir die Stimmen unseres Cheftrainers Frank Schmidt, von Doppel-Torschütze Jan Schöppner, Torhüter Frank Feller und Verteidiger Jonas Föhrenbach für Euch zusammengestellt.
Frank Schmidt:
„Die Vorzeichen waren für uns logisch: Wir mussten heute gewinnen, um am 34. Spieltag tatsächlich noch die Chance zu haben, den Relegationsplatz zu erreichen. Wir sind gut ins Spiel gekommen, nach der frühen Führung hatten wir aber auch das eine oder andere Problem im Pressing gegen die Raumaufteilung des 1. FC Köln. Wir mussten ein paar Chancen der Kölner klären, haben dann aber relativ schnell den 1:1-Ausgleich kassiert, weil der FC schon vor dem Ausgleich eine gute Chance hatte, die wir noch abwehren konnten. Dann gab es auch mal eine Phase, in der wir uns erst einmal wieder sortieren mussten, in der Köln mehr Spielanteile hatte und auch ein, zwei gute Möglichkeiten. Danach haben wir zum richtigen Zeitpunkt das zweite Tor gemacht. Es war ein Spiel, das dann bis zur Halbzeit hin und her ging, auch was die Chancen betrifft. In der zweiten Halbzeit fand ich uns dann besser, weil wir schon einige gute, aussichtsreiche Konterchancen hatten, die wir aber final nicht gut zu Ende gespielt haben. Da wusste meine Mannschaft sicherlich schon, dass wir das dritte Tor brauchen, um für eine Vorentscheidung zu sorgen. Das hat uns gutgetan, als wir das 3:1 gemacht haben. Danach haben wir es seriös und entschlossen verteidigt. Dann gab es noch eine verdammt wichtige Aktion, den Kopfball, den Frank Feller gut hält. Am Ende finde ich, dass meine Mannschaft an sich geglaubt hat und das auch ausgestrahlt hat gegen einen Gegner, der es uns wirklich schwer gemacht hat. Bis zum Schluss mussten wir hochkonzentriert bleiben. Ich denke, wir haben heute unser Spiel durchgezogen, haben aber auch aus der letzten Woche gelernt, dass wir mit drei Auswärtstoren uns diesmal mit drei Punkten belohnen konnten. Ich habe es gesagt: Wenn uns das gelingt, hier beim 1. FC Köln zu gewinnen, dann haben wir richtig Bock aufs Saisonfinale! Uns wird nichts geschenkt, geschenkt wollen wir auch nichts! Wir glauben daran, dass wir am Ende auch diesen 16. Platz erreichen können.“
Jan Schöppner:
„Ich muss sagen, ich bin stolz auf die Mannschaft. So eine Leistung zu zeigen und die Zweikämpfe zu gewinnen, war richtig stark. Wir sind Mann gegen Mann draufgegangen und haben mutig gespielt. Diese drei Punkte waren extrem wichtig. Ich glaube, so ein bisschen der Knackpunkt war vielleicht der Moment, als uns alle abgeschrieben haben. Keiner hat mehr an uns geglaubt und vielleicht konnten wir da ein bisschen befreiter aufspielen, hatten nichts mehr zu verlieren. Seit der Niederlage gegen Bremen läuft es besser. Wir sind vielleicht auch in so einen Flow reingekommen. Man hat Spiele gewonnen und dann lief es. Kompliment auch an unsere Stürmer in den letzten Spielen. Wirklich, wie die da ackern, die Bälle festmachen – das bringt uns Entlastung im Spiel.“
Frank Feller:
„Grundsätzlich freue ich mich immer, wenn ich spielen darf. Es hat sich schon ein bisschen wie ein Debüt angefühlt, weil es schon etwas länger her ist, dass ich gespielt habe. Aber ich habe mich sehr gefreut vor so einer Kulisse in Köln zu spielen. Meine ganze Familie war da, es war einfach top heute. Wir haben jetzt einiges an Punkten aufgeholt. Das hat uns niemand so zugetraut vor ein paar Wochen und wir sind froh, dass wir jetzt wieder in Schlagweite sind.“
Jonas Föhrenbach:
„Ich glaube, wir sind gut drauf. Die letzten Wochen haben gezeigt: Wir spielen mittlerweile mutig, haben auch die Effizienz vor dem Tor wiedergefunden. Das hat in den Wochen und Monaten davor gefehlt – jetzt macht es echt Spaß. Wir sind ein eingeschworener Haufen und genau so wollen wir bei den Spielen antreten. Wenn man die letzten Spiele gesehen hat, dann sieht man, dass wir alle dran glauben. Sonst würden wir nicht punkten. Wir haben so ein bisschen einen Neustart nach dem Bremen-Spiel geschaffen. Alles auf Reset gesetzt und gesagt: Der Drops ist eigentlich gelutscht und wir gehen die Situation nochmal ganz von vorne an. Das hat uns, glaube ich, sehr geholfen. Man sieht jetzt, wo wir ein paar Spiele später stehen.“