Nach dem Punktgewinn am ersten Spieltag der Rückrunde der Bundesliga-Saison 2025/26 beim VfL Wolfsburg haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt, Torschütze Adrian Beck, Torhüter Diant Ramaj und Flügelspieler Mathias Honsak für Euch eingefangen.
Frank Schmidt:
„Die erste Halbzeit ist schnell erzählt. Zwei Mannschaften, die sehr kompakt gestanden sind. Das war auch unsere Idee. Gar nicht so sehr ins Gegenpressing zu gehen, sondern ein bisschen tiefer zu stehen. Dadurch ergab sich jetzt nicht unbedingt ein chancenreiches Spiel, aber das wollten wir auch. Bis auf zwei, drei Ausnahmen, bei denen Wolfsburg in die Tiefe gekommen ist. Einmal über die linke Seite und einmal als Christian Eriksen den Ball rechts diagonal auf Lovro Majer spielt, wo wir keinen Zugriff bekommen. Insgesamt sind wir gut gestaffelt gestanden, hatten natürlich dadurch aber weitere Wege zum gegnerischen Tor. Entsprechend haben wir keine großen Möglichkeiten gehabt. Dann aber zum besten Zeitpunkt das Führungstor gemacht, nämlich kurz vor der Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit, obwohl der Druck größer wurde, fand ich uns stabil. Im Nachgang muss man sagen, hätte man den einen oder anderen Konter schon in der Entstehung besser ausspielen müssen, dann wären vielleicht die drei Punkte wirklich möglich gewesen. Am Ende war es dann die Standardsituation: Ein Eckball in den Fünfmeterraum getreten, ein großer Pulk. Moritz Jenz setzt sich im 1 gegen 1 durch und macht den Ausgleich. Im Anschluss war es ein wildes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Ich finde, wenn man das Spiel zusammenfassen will, dann ist es ein gerechtes Ergebnis über die gesamte Spielzeit.“
Adrian Beck:
„Ein Punkt in Wolfsburg ist natürlich gut. Hätten wir vor dem Spiel gewusst, dass wir hier einen Punkt mitnehmen, hätten wir auf jeden Fall damit leben können. Natürlich ist es etwas ärgerlich, dass wir hier 80 Minuten lang geführt haben und dann durch ein Standardgegentor am Ende den Ausgleich kassieren. Ich glaube aber, dass in der zweiten Halbzeit der VfL Wolfsburg mehr am Drücker war, da muss man ehrlich sein. Wir waren schon etwas passiv und haben nicht mehr so die Entlastung hinbekommen, die wir gebraucht hätten. Dann geht vielleicht das Unentschieden am Ende auch in Ordnung. Es ist aber natürlich ärgerlich, wenn du hier so lange führst und hoffst, dass man das erste Spiel ohne Gegentor absolviert und du letztlich unentschieden spielst.“
Diant Ramaj:
„Wenn man den Spielverlauf sieht, wäre schon mehr drin gewesen. In den letzten zehn Minuten kassieren wir den Ausgleich, schade! Die Jungs haben heute super verteidigt. Aber manchmal ist es so, dass dann der Gegner an den Ball kommt und das entscheidende Kopfballduell gewinnt. Aber wir können mit dem Punkt zufrieden sein.“
Mathias Honsak:
„Wenn sich auswärts ein Punkt schlecht anfühlt, dann haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Jetzt beginnt die Rückrunde und da wollen wir angreifen. Wir haben eine Aufholjagd vor und das hat man heute gesehen. Speziell in der ersten Halbzeit haben wir taktisch Vieles sehr gut umgesetzt. Diesmal war es etwas anders, und zwar, dass wir nicht das Gegentor vor der Pause bekommen, sondern dass wir das Tor machen und so mit einer Führung in die Pause gehen. Die zweite Halbzeit war dann nicht einfach, denn da hat es Wolfsburg gut gemacht und uns ein bisschen hinten reingedrückt. Dann kriegen wir ein Standardgegentor, das man verhindern kann. Den Punkt nehmen wir aber zumindest mit!“