Vor unserem Bundesliga-Heimspiel an diesem Samstag (15:30 Uhr) in unserer Voith-Arena haben wir die Einschätzungen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz am Freitagvormittag für Euch zusammengefasst. HIER gibt’s die PK außerdem in voller Länge im Video!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation:
„Personell sieht es so aus, dass drei Spieler nicht zur Verfügung stehen. Paca (Anm. d. Red.: Leart Paçarada) ist klar. Dazu kommen Adam Kölle, für den es noch zu früh ist und genauso Leo (Anm. d. Red.: Stergiou). Die Beiden haben individuell trainiert. Der Rest war im Training die ganze Woche. Heißt auch Budu ist zurück, heißt auch Chris Conteh hat die Woche trainiert. Also sieht es wieder insgesamt besser aus.“
…über die Trainingswoche nach der knappen Niederlage in Dortmund:
„Da sieht man mal, dass oft die großen Themen in der Öffentlichkeit anders sind als intern. Ein großes Thema war, dass wir genügend Chancen hatten, um zumindest drei Tore zu schießen, den Punkt mitzunehmen. Aber wenn wir das 1:0 nehmen und vor allem das 3:2, dann haben wir es nicht gut verteidigt. Also das gehört auch dazu und logischerweise, wie jede Woche, trainiert man jetzt nicht nur Offensive oder Defensive. Wir haben rund 60 Prozent der Saison gespielt. Es geht jetzt wirklich so langsam in die heiße Phase. Da trainierst du alles vollumfänglich und so haben wir es auch diese Woche gemacht.“
…über den kommenden Gegner Hamburger SV:
„Der HSV ist eine Mannschaft, die es jetzt nach dem Aufstieg gut macht. Vor allem zu Hause, vor allem in der Defensive. Wenn man mal das letzte Drittel der Tabelle nimmt, dann haben sie mit Abstand die wenigsten Gegentore bekommen, dabei zu Hause sehr gut gepunktet, auswärts nicht. Da haben sie auch noch kein Spiel gewonnen. Trotzdem ist es eine Mannschaft, bei der man allein die Transferaktivitäten jetzt in der Winterpause sieht. Ich habe gelesen insgesamt gab es 13 Bewegungen in die eine und andere Richtung, das ist der HSV. Natürlich wollen die sich in der Bundesliga etablieren, ständig nach vorne kommen. Es ist eine Mannschaft, die sehr variabel spielt mit vielen Positionswechseln. Das hat man gegen die Bayern gesehen, aber auch in den Spielen davor, wo sie vielleicht eher aus einer klareren Grundordnung gespielt haben. Auf die Art und Weise haben sie den Bayern auch mit Ball Probleme bereitet, beispielsweise beim 2:2 – wenn man mal Vuskovic nimmt, der im Spielaufbau über die rechte Seite anzieht mit Ball und am Ende in der Mittelstürmerposition den Ball nach einer Flanke reinköpft. Wir müssen schauen, dass wir konsequent verteidigen, dass wir leidenschaftlich verteidigen. Auch beim Gegner Leiden schaffen, um es dann letztendlich mit Ball ähnlich zu machen wie in Dortmund, Da haben wir uns nicht nur genügend Chancen rausgearbeitet, sondern auch rausgespielt. Aber kommen wir wieder aufs Thema zurück – neben dem, dass wir natürlich jetzt auch mal darauf warten, endlich zu Null zu spielen – müssen wir unsere Chancen verwerten.“
…über die Erwartungen an das Duell gegen den HSV:
„Ich habe noch keine Mannschaft gesehen, die gesagt hat, da müssen wir heute nicht unbedingt gewinnen. Es müssen immer alle Mannschaften, das ist klar, aber der HSV kommt aus einer besseren Tabellenposition natürlich, jetzt auch mit dem Rückenwind aus dem Bayern-Spiel. Gegen St. Pauli haben sie 0:0 gespielt, haben dort ein gutes Auswärtsspiel gemacht, vor allem in der Defensive. Für uns ist wichtig, dass wir eine hohe Intensität haben. Wir wissen auch, dass für uns der Druck jetzt steigt. Ist ja auch klar, die Spiele werden weniger. Wenn man bedenkt, dass wir nach dem Köln-Spiel im Prinzip einen Punkt auf den Relegationsplatz gehabt haben und zwei Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz, dann hat sich unsere Situation verschärft. Um im Bild zu bleiben, wir müssen auf den Bahnhof, aufs Gleis oder in den Zug einsteigen. Wir müssen nur schauen, dass wir rechtzeitig da sind, dass der Zug nicht ohne uns abfährt. Und das muss man jetzt einfach in jedem Spiel sehen. Da setzen wir auch auf die Charaktereigenschaften unserer Spieler, die sich dieser Situation stellen und die nicht so viel darüber nachdenken, sondern die auch bereit sind, letztendlich zu kämpfen und zu fighten. Es wird für uns jetzt immer wichtiger, über den Kampf, über die Leidenschaft ins Spiel reinzukommen und unser Spiel auch zu spielen, um zu Torchancen zu kommen. Wir brauchen da auch stabile Spieler, die sich da keinen Kopf machen, sondern in diesem Umfeld bereit sind, vollumfänglich alles zu geben und positiv denken. Und nicht den Blick zurücknehmen, weil das bringt uns nichts. Wir sind sechs Punkte hinter dem HSV und die Fakten liegen auf dem Tisch. Wenn wir das Spiel gewinnen, dann sind es nur noch drei Punkte und das muss jeden Einzelnen auf dem Platz morgen antreiben! Und im Übrigen, ich weiß, es ist nicht leicht, momentan Fan des 1. FC Heidenheim zu sein. Wir haben erst drei Siege in der Saison. Wir versuchen das auch gar nicht groß schön zu reden, sondern jeder Fan, der morgen ins Stadion kommt, der muss für sich eine Entscheidung treffen. Wir brauchen positive Gedanken, positive Energie. Wir wissen, wir haben den Druck, den Ergebnisdruck und dafür brauchen wir unsere Fans über die komplette Spielzeit!“