Nach der zurückliegenden Länderspielpause steht am kommenden Samstag (Anpfiff um 15:30 Uhr) das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach an. Dazu haben wir die wichtigsten Aussagen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz am Donnerstag für Euch zusammengefasst. Die komplette PK könnt Ihr Euch außerdem HIER im Video ansehen!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation:
„Personell sieht es so aus, dass Jan Schöppner gelbgesperrt ist und definitiv ausfällt. Außerdem wird Sirlord Conteh ausfallen, der leider wieder Probleme mit seinem operierten Knie hat. Da müssen wir schauen, wie die Diagnose ausfällt. Da wird sicherlich im Laufe der nächsten Tage eine klare Entscheidung getroffen, wie wir weiter vorgehen. Ansonsten sind Arijon Ibrahimović und Yannick Wagner erst heute von ihren Nationalmannschaften zurückgekommen. Bei Yannick Wagner ist klar, dass er am Wochenende für unsere U19 spielen wird. Bei Arijon Ibrahimović sieht es gut aus, dass er wieder voll dabei sein kann. Dazu kommt noch Adrian Beck, der die letzten Tage krank war, aber heute wieder trainieren sollte.“
…über die Länderspielpause:
„In der ersten Woche haben wir eine Leistungsdiagnostik gemacht und normal trainiert. Außerdem hatten wir ein internes Testspiel, bevor wir dann ein verlängertes Wochenende freigemacht haben. Das hat uns allen gutgetan nach den letzten Wochen, die nicht so prickelnd waren. Wir haben aber eine gute zweite Halbzeit gegen Leverkusen gespielt und diese mit in die zweite Trainingswoche genommen und darauf aufgebaut. Die zweite Halbzeit haben wir 3:1 gewonnen und daran wollen wir anknüpfen. Entsprechend haben wir uns diese Woche vorbereitet. Mit der Intensität und der Taktik bereiten wir uns auf den Gegner vor und wissen, wie wir gegen Gladbach agieren müssen, um erfolgreich zu sein.“
…über den kommenden Gegner Borussia Mönchengladbach:
„Gladbach ist noch nicht gesichert, was den Klassenerhalt betrifft. Wenn man die Heimspiele nimmt, dann hatten sie lange Zeit nur zwei Siege. Aber durch die letzten zwei Heimsiege gegen Union Berlin und St. Pauli haben sie ein etwas größeres Polster auf die hinteren Plätze aufgebaut. Es ist eine Mannschaft, die nicht nur über Ballbesitz kommt, sondern auch viele lange Bälle spielt. Mit Rocco Reitz hat Gladbach einen wichtigen Spieler, der die Fäden im Mittelfeld gemeinsam mit Yannik Engelhardt zieht. Dazu kommt noch Kevin Stöger, mit ihnen versuchen sie letztendlich das Spiel aufzuziehen. Wir wissen, dass Franck Honorat entweder über den rechten Flügel oder in der Spitze spielt und immer wieder die Positionen wechselt. Da müssen wir mit Tempo die Tiefe gut verteidigen. Wenn man das 2:2 gegen Köln nimmt, dann sieht man, dass Philipp Sander, einer der Spieler aus der Dreierkette, sich immer wieder nach vorne einschaltet. Da müssen wir hellwach sein und erkennen, dass sich die Spieler aus dieser Dreierkette immer wieder nach vorne einschalten. Mit Haris Tabaković, der jetzt zusätzliches Selbstvertrauen hat durch seine zwei Tore gegen Italien und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass sich Bosnien für die WM qualifiziert hat, hat Gladbach einen Zielspieler, der unheimlich viel arbeitet und körperlich sehr robust ist. Dazu noch Jens Castrop, der zuletzt auch in Köln torgefährlich war. Gladbach ist eine Mannschaft, die zuletzt wieder gepunktet hat und zu Hause die letzten zwei Spiele zu null gewonnen und dementsprechend Selbstvertrauen hat. Die Gladbacher wissen natürlich, dass, wenn sie uns schlagen, der Abstand auf die Abstiegsplätze größer werden kann. Da haben wir natürlich etwas dagegen. Ich kann es nur noch mal wiederholen, dass wir so spielen wollen, wie in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen. So stelle ich mir das vor. So sind wir auch in der Lage, Punkte zu holen. Wir müssen leidenschaftlich verteidigen und nach vorne gefährlich sein. Das ist der Anspruch und die Vorgabe für die nächsten 14 Halbzeiten.“
…über die Herangehensweise für die kommenden Spiele:
„Mein Anspruch ist, diese Saison wirklich mit diesem Eifer, mit diesen Tugenden und mit dieser Art und Weise, wie in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen zu spielen. So möchte ich spielen, idealerweise über 14 Halbzeiten oder eben die verbleibenden sieben Spiele. Was am Ende passiert, wird man dann sehen. Klar ist: Wenn es uns gelingt, gegen Gladbach zu gewinnen, dann kann man neue Gedankenspiele entwickeln. Ich träume aber nicht, ich bin Realist. Wir sind jetzt seit 14 Spielen ohne Sieg. Wir sollten jetzt nicht zu viel überlegen und hineininterpretieren, was passieren kann, sondern Leistung bringen – wie in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen. Denn in der ersten Halbzeit, das gehört auch zur Wahrheit, haben wir ordentlich begonnen, aber dann schlafen wir zweimal unmittelbar nach Einwürfen und kassieren so die Gegentore. Das müssen wir dringend abstellen. Logischerweise haben wir uns damit auch beschäftigt.“