Vor dem Bundesliga-Heimspiel am morgigen Samstag (Anpfiff 15:30 Uhr) in der Voith-Arena gegen Bayer 04 Leverkusen hat Cheftrainer Frank Schmidt auch über seine persönliche Zukunft gesprochen. Außerdem haben wir Einschätzungen zur personellen Situation des Kaders, zum kommenden Gegner und zu Leihspieler Hennes Behrens zusammengefasst. HIER gibt’s die PK in voller Länge im Video!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation vor dem Leverkusen-Spiel:
„Bis auf Leart Pacarada waren gestern alle im Training. Leider haben es nicht alle gut überstanden. Mikkel Kaufmann hat sich wahrscheinlich eine kleine muskuläre Verletzung zugezogen. Aber sonst sieht es gut aus. Es sind fast alle an Bord und dementsprechend haben wir die Qual der Wahl.“
…über seine Zukunft beim 1. FC Heidenheim 1846:
„Jeder, der mich kennt, weiß: Ich bin einer, der für Klarheit und für klare Aussagen steht. Ich habe gestern ein Gespräch mit Holle (Holger Sanwald, FCH Vorstandsvorsitzender, Anm. d. Red.) gehabt. Ich mag das nicht, wenn Dinge einfach im Raum stehen und ich finde, da muss man jetzt auch mal ein klares Zeichen setzen. Ich kann hier und heute sagen, dass ich meinen Vertrag erfüllen werde und beim FCH bleibe! Ich habe noch nie gesagt, dass ich aufhören werde. Aber natürlich macht so eine Situation etwas mit einem, dass man auch verstärkt nachdenkt. Auf mich kann man sich aber verlassen. Ich bleibe Trainer in Heidenheim und werde meinen Vertrag erfüllen.“
...über mögliche Gedanken zur künftigen Kaderplanung:
„Ich kenne meine Rolle und die wird auch nächstes Jahr nicht anders sein. Wir werden wieder kreativ sein müssen. Wenn ein Spieler sich für den 1. FC Heidenheim entscheidet, auch mit dem Trainer Frank Schmidt, dann muss er sich darauf einlassen und muss auch diese Werte, diese Philosophie zu einhundert Prozent umsetzen. Das gilt in den letzten Spielen in dieser Saison in der Bundesliga und das gilt vor allem dann auch in meinem letzten Vertragsjahr nächste Saison. Die letzten anderthalb Jahre waren emotional. Da gab es die Jahre davor schönere Momente. Aber jetzt brauchen wir ganz klaren Antrieb, das habe ich auch gestern nochmal mit meinem Trainerteam besprochen: Ich will wieder Erfolge mit allen zusammen haben. Das ist so dieser Punkt, der mich jetzt total motiviert. Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt. Und dieser Gedanke, das nächstes Jahr zu schaffen und zusammen anzugehen, der treibt mich um – mit jedem Spieler, der gerne zum 1. FC Heidenheim kommt und der uns besser und stabiler macht.“
…über den kommenden Gegner Bayer 04 Leverkusen:
„Da geht es jetzt in erster Linie nicht darum, eine Rechnung zu begleichen, sondern uns selbst gegenüber etwas wieder gut zu machen. 6:0 zu verlieren, das waren Schmerzen, die man wirklich schwer ertragen konnte in dem Moment. Vor allem wie wir uns in der ersten Halbzeit präsentiert haben, gedanklich viel zu langsam waren, wie sich die Leverkusener in den Rausch reingespielt haben und wir eben nicht gut, konsequent, entschlossen und aggressiv verteidigt haben. Dementsprechend haben wir das definitiv nochmal auf die Agenda gesetzt, gerade am Anfang der Woche, wie wir gegen Leverkusen verteidigen wollen. Wenn man die Leverkusener nimmt, dann kann man immer schon auch von einem überladenen Zentrum sprechen. Und darauf müssen wir eingestellt sein, müssen da ganz anders verteidigen – mit einer ganz anderen Entschlossenheit! Leverkusen ist eine Mannschaft mit sehr viel Ballbesitz, die richtig gute Qualität in der Offensive hat. Sie wollen den Champions League-Platz erreichen, also müssen sie bei uns gewinnen. Das wird man auch an der Haltung, an der Herangehensweise von Leverkusen sehen. Wir haben in der Rückrunde noch keinen Sieg. Wir wollen jetzt, wie immer, versuchen das nächste Spiel zu nutzen, um dann natürlich auch zu überraschen.“
…über die Entwicklung von Außenverteidiger Hennes Behrens:
„Er ist ein toller Mensch und ein toller Spieler. Ehrlicherweise hat er sein schlechtestes Spiel gegen Hoffenheim gemacht. Da sah er bei den ersten zwei Gegentoren nicht so gut aus, aber insgesamt ist es eine stetige Entwicklung. Vor allem ist er ein Spieler, der ein gutes Selbstverständnis hat, auch eine gute Haltung zu jedem Training, zu jedem Spiel. Er versteckt sich nicht, sondern versucht Initiative zu ergreifen. Und man darf ja nicht vergessen, er kam nicht als gestandener Bundesligaspieler zu uns. Natürlich hat er schon mal Kurzeinsätze gehabt, aber das erste Mal nachhaltig Bundesliga spielt er bei uns. Ich bin mit ihm sehr zufrieden und hätte nichts dagegen, wenn er nächste Saison nochmal bei uns spielen würde.“