„Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden“

Profis
28.02.2026

Nach der 0:2-Niederlage am 24. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 beim SV Werder Bremen haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt, Torhüter Frank Feller, Verteidiger Hennes Behrens und Flügelspieler Eren Dinkci für Euch eingefangen.

Frank Schmidt:

„Glückwunsch dem SV Werder Bremen zum hochverdienten Sieg heute. Wir haben hochverdient verloren. Die Mängelliste in diesem Spiel war sehr hoch. Wir haben kaum Bälle halten können und zu viele Ballverluste gehabt. Dann kam der Rückstand, der dann auch berechtigt zurückgenommen worden ist. Obwohl Bremen viel besser im Spiel war, war es aber nicht so, dass wir eine Chance nach der anderen zugelassen haben in dieser Phase. Aber wir hatten dann auch das Glück, dass wir nicht in Rückstand gehen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit ging es Schlag auf Schlag. Erst die große Chance von Milosevic – da müssen wir eigentlich schon in Rückstand geraten. Das wäre auch verdient gewesen. Wir haben die Phase aber überstanden und hatten da auch das notwendige Glück. Zur Halbzeit hatten wir die Möglichkeit, mal so einen Arbeitssieg, so einen dreckigen Sieg, mitzunehmen. Aber dafür muss man aus den drei Chancen, die wir gehabt haben, auch selbst das Tor machen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit haben wir es ein bisschen besser gespielt, zumindest die ersten fünf bis zehn Minuten. Wir hatten eine Halbchance durch Stefan Schimmer und haben uns nicht hinten reindrücken lassen. Dann kassieren wir das Gegentor zum 0:1. Es folgte der nächste Ballverlust, nachdem wir den Ball eigentlich geklärt hatten – diesmal kommt die Flanke perfekt und Jovan Milosevic macht den Kopfball rein. Danach haben wir eigentlich kaum noch am Spiel teilgenommen. Da hat man dann gesehen, was das mit uns gemacht hat. Eine Kopfballchance durch Patrick Mainka in der 90. Spielminute hatten wir nach dem Gegentreffer noch, aber dann fällt noch das 0:2 in der Nachspielzeit. Wie gesagt, am Ende ein absolut verdienter Sieg in einem sehr wichtigen Spiel für Bremen, aber eben auch eine herbe Niederlage für uns. Es ist schwer, jetzt die richtigen Worte für unsere Situation zu finden.“

Frank Feller:

„Wir hatten zu viele Fehler im Mittelfeld, viele Ballverluste, und am Ende auch oft Glück. Bremen hätte auch schneller in Führung gehen können und hat am Ende dann auch verdient gewonnen. Wir hatten vor der Pause eine gute Phase, da hatten wir zwei, drei gute Möglichkeiten, um ein Tor zu machen. Wie gesagt – aber davor hätte Bremen auch schon treffen können. Zum Schluss haben wir dann alles nach vorne geschmissen. Das letzte Tor ist dann auch irgendwo Pech.“

Hennes Behrens:

„Es ist einfach zu wenig. Wir machen es den Bremern auch zu einfach. Obwohl wir uns viel vornehmen, funktioniert es nicht so, wie wir wollen oder es erwartet haben. Das zieht sich so durch die letzten Spiele. Wir spielen es gut raus, haben dann auch wirklich immer gute Chancen, aber der Ball geht nicht rein. Da wissen wir auch nicht, woran es da unbedingt liegt.“

Eren Dinkci:

„Es waren zu viele Fehler heute dabei. So habe ich das Spiel wahrgenommen, von jedem Einzelnen. Es war zu wenig Bewegung drin, zu wenige Anspielstationen. Der Spieler im Ballbesitz wurde gefühlt immer allein gelassen. Dazu war gegen den Ball nicht die Intensität auf dem Platz, die wir eigentlich gehen können oder müssen. Außerdem haben wir, glaube ich, keinen zweiten Ball heute gewonnen. Sowas ist in so einem Spiel mitentscheidend. Wir müssen einfach ein bisschen mutiger sein.“