Nach dem 5:3-Heimsieg am 3. Spieltag der Zweitliga-Saison 2026/27 gegen die SG Dynamo Dresden haben wir die Stimmen von unserem Cheftrainer Frank Schmidt, unserem Neuzugang Michael Heule, unserem Torhüter Thomas Dähne und unserem Innverteidiger Jonas Föhrenbach für Euch eingefangen.
Frank Schmidt:
„Die erste Halbzeit ging an Dynamo Dresden. Ich glaube, da hat man schon gesehen, dass wir das jetzt aus den letzten zwei Spielen nicht ganz einfach aus den Klamotten schütteln. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, erst mal wieder zu versuchen, Stabilität reinzubekommen. Das ist uns trotz des Ballbesitzes von Dresden insgesamt so gelungen, dass wir nicht viele große Chancen zugelassen haben. Trotzdem fällt dann das 1:0, da ist man immer ein bisschen selbst schuld. Nach dem Einwurf auf unserer rechten Seite schalten wir einfach zu spät um. Dadurch kann Budu Zivzivadze nur noch zum Eckball klären. Und dann, obwohl wir wussten, wie die Laufwege von Dresden sind, können wir es am Torhüter vorbei auf den ersten Pfosten nicht mehr verteidigen. Dann hatten wir Thomas Dähne, der das 2:0 verhindert hat. Da ist nur unser Torwart da, der die Chance des Gegners vereitelt hat. Im Gegenzug hält der Keeper von Dresden gut, wo Luca Kerber allein aufs Tor geht. Da kann auch das 1:1 fallen. Aber insgesamt war Dresden die gefährlichere Mannschaft und hat verdient 1:0 geführt. Klar, dass wir dann etwas verändern wollten. Zunächst mal nicht personell, denn so ein Wechsel in der Halbzeit bringt wahrscheinlich nichts. Deswegen wollten wir uns dann in der zweiten Halbzeit noch mal anschauen, mit veränderter Taktik, mit höherem Verteidigen, mit Vorwärtsverteidigung. Das hat in der ersten Halbzeit eigentlich nur Michael Heule geschafft. Dann haben wir die Zweikämpfe so geführt, wie wir sie führen müssen und haben gearbeitet. Beim 1:1 hatten wir schon eine große Chance von Marcel Costly, der den Ball an die Latte schießt. Trotzdem sind wir drangeblieben. Wir haben große Aktien beim 1:2 für Dresden, aber da hat man schon gesehen, dass Dresden dann auch bereit war, in Unterzahl hoch zu verteidigen. Da sind sie belohnt worden und haben die Fehler dann auch provoziert. Wir haben dann auch unsere Kontersituationen gehabt. Gerade in der Überzahl haben wir dann viele Chancen herausgespielt. Wir können schon früher das 3:2 machen und haben dann in diesem offenen Schlagabtausch einfach einmal mehr die Power gehabt, die Chancen zu nutzen. Am Ende gewinnen wir 5:3. Jeder weiß, drei Gegentore sind zu viel. Fünf Tore zu machen, gerade wenn man – wie die Dresdner in den letzten zwei Spielen – zweimal zu null gespielt hat, ist natürlich gut. Wir wissen, wir brauchen mehr Stabilität. Idealerweise mit den Möglichkeiten in der Offensive, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben. Aber heute ging es einfach darum, drei Punkte zu holen. Jeder weiß, wir brauchen jetzt nicht zu überschwänglich sein, sondern wir haben 5:3 gewonnen und es gibt noch genügen Dinge zu verbessern. Und da wollen wir einfach darauf hinarbeiten, dass uns das gelingt und wir uns weiter stabilisieren.“
Michael Heule:
„Ich glaube, die erste Halbzeit war Dresden besser. Sie haben den Ball gut laufen lassen. Wir sind nicht so in die Zweikämpfe gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Spiel besser auf den Platz gebracht, natürlich auch unterstützt durch die Gelb-Rote Karte. Dann gehen wir wieder dumm in Rückstand, obwohl wir einer mehr sind. Aber hinten raus haben wir als Mannschaft einen guten Charakter gezeigt und das Spiel noch gedreht.“
Thomas Dähne:
„Ich glaube, für die neutralen Zuschauer war es ein Spektakel. In der ersten Halbzeit hat man schon so ein bisschen unsere Verunsicherung angemerkt. Wir sind relativ schwer ins Spiel gekommen, haben trotzdem versucht, alles reinzuhauen, gehen in Rückstand, haben dann selber die Chance auf den Ausgleich. Mit ein bisschen Pech kriegen wir vielleicht noch ein, zwei mehr Gegentore vor der Halbzeit. Aber ich glaube, die zweite Halbzeit war ein ganz anderes Gesicht, definitiv deutlich positiver als in der ersten Halbzeit. Dann lädt man Dresden auch noch mal ein Stück weit zum zweiten Gegentreffer ein. Aber ich glaube, im Endeffekt steht heute über allem, dass man drei Punkte geholt hat und dass man jetzt versucht, ein bisschen mehr Ruhe reinzubringen. Ich glaube, das ist alles, was zählt.“
Jonas Föhrenbach:
„Ich denke, man hat in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir das Spiel kompakt machen wollten. Das ist uns nach den vielen Gegentoren in den letzten Wochen auch ganz gut gelungen. Wir haben in den ersten Minuten relativ wenig oder gar nichts zugelassen. Durch eine Standardsituation fällt dann wieder das 1:0. Das darf nicht passieren. Bei Standards müssen wir besser und konsequenter verteidigen.“