Vor dem Auswärtsspiel in der Bundesliga am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) bei Borussia Dortmund haben wir die Einschätzungen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz am Freitagvormittag für Euch zusammengefasst. HIER gibt’s die PK außerdem in voller Länge im Video!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation:
„Es sieht so aus, dass Nick Rothweiler nicht dabei ist, da er krank ist. Dann haben wir mit Adam Kölle und Leo Stergiou, zwei Spieler, die leider mit muskulären Problemen ausfallen werden. Hier müssen wir schauen, wie lange dies dauern wird. Bei Budu Zivzivadze und Christian Conteh reicht es leider noch nicht.“ (Benedikt Gimber fehlt außerdem auf Grund seiner fünften gelben Karte – Anm. d. Red.)
…über den kommenden Gegner Borussia Dortmund:
„Es wird es definitiv ein anderes Spiel als das am Mittwoch in der Champions League gegen Inter Mailand. Die hatten schon in der ersten Halbzeit zwei, drei gute Konterchancen gehabt und waren dazu noch sehr ballsicher. Trotzdem hatte Dortmund die große Chance zur Führung durch Serhou Guirassy. Aber wir schauen uns natürlich nicht nur das letzte Spiel an, sondern gerade auch die letzten Spiele in der Bundesliga. Sie spielen normalerweise immer in ihrer Grundordnung. Ich denke, da werden sie jetzt auch nichts ändern, auch wenn sie zuletzt vielleicht die ein oder andere Verletzungsproblematik hatten. Aber die Formationen 3-4-2-1 oder 3-4-3 spielen sie in jedem Spiel zu Hause mit einer starken Bilanz, kassieren dabei nur wenig Gegentore. Nur Bayern München hat weniger Gegentore bekommen. Es ist schwer in Dortmund Tore zu erzielen. Wie gesagt, in der Bundesliga haben sie bis jetzt nur ein Spiel verloren und insgesamt eine hohe individuelle Qualität. Wir sind der Tabellenletzte und es ist uns schon bewusst, dass das ein schweres Spiel für uns wird. Deswegen brauchen wir nicht drum herumreden: Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns.“
…über die vergangene Niederlage in Leipzig und das bevorstehende Spiel:
„Ich denke in Chancen: Natürlich ist man in der Analyse ehrlich und sieht dann die Gründe, dass wir manche Dinge nicht permanent gut machen und dies der Gegner bestraft. Das eine ist, dass Ridle Baku allein nach innen gehen kann, da sehen wir nicht gut aus. Aber dass er dann mit links so abschließt, ist dann am Ende eine Qualität, die ein Gegner hat. Beim 2:0 und 3:0 waren wir eben nicht eng genug dran. Wir hatten eine falsche Positionierung, führen aber auch die Zweikämpfe nicht konsequent. Da laden wir den Gegner ein und der nimmt dies dankend an. Das ist genau, um was es dann geht, dass man Gegenwehr zeigt, auch in Spielen, bei denen man denkt, dass das eine schwere Aufgabe ist und man normalerweise verliert. Wenn man das Spiel gegen Leipzig nimmt, da hatten wir die Chancen in Führung zu gehen und das heißt nicht, dass wir dann das Spiel gewonnen hätten, aber es hätte die Chance erhöht. Wir haben die große Chance durch Benedikt Gimber, direkt nach dem Rückstand, als er frei zum Kopfball kommt. Wir haben sie aber nicht gemacht. Das sind dann die Gründe, dass wir so bestraft werden und wir leider nicht den Gegner bestrafen. Das sind die Gründe, warum wir eben die Spiele nicht gewinnen und zu wenig Punkte haben. Egal wie schwer die Aufgabe erscheint, es gibt eine Chance, etwas zu holen. Das ist das, was ich auch von meiner Mannschaft sehen will! Du brauchst 90 Minuten Konstanz, du brauchst 90 Minuten puren Willen. Ich spreche das von Haus aus keinem Spieler ab. Es ist ein Unterschied, ob ich es will oder ob ich bereit bin, über Grenzen zu gehen. Das ist das, was uns so ein bisschen fehlt, neben der Effektivität, die man braucht, um in einem Spiel in Führung zu gehen. Ich bleibe dabei, Dortmund hat noch kein Heimspiel verloren und wir sind Tabellenletzter. Natürlich kann man jetzt sagen, warum wir da überhaupt hinfahren. Aber das lasse ich nicht zu. Ich glaube daran, dass im Fußball alles passieren kann. Auch das, woran keiner glaubt. Benfica Lissabon hat es erst am Mittwoch in der Champions League gezeigt. Es soll mir keiner erzählen, dass im Fußball jedes Ergebnis schon vorher feststeht.“