Nach dem 2:2-Unentschieden am 28. Spieltag bei Borussia Mönchengladbach haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt, Kapitän Patrick Mainka, Torschütze Marnon Busch und Mittelfeldspieler Niklas Dorsch für Euch eingefangen.
Frank Schmidt:
„Die erste gute Möglichkeit der Partie hatten wir, als wir den Ball erobern, dann in Überzahl auf das Tor der Gladbacher zulaufen und dann leider nach außen spielen. Trotzdem kommen wir noch zum Abschluss, den Moritz Nicolas gut hält. Danach war Gladbach besser im Spiel und hatte mehr Kontrolle. Sie haben dann beim ersten Gegentreffer unseren Fehler ausgenutzt. Wir haben den Ball an der Mittellinie verloren, hatten dann nochmal die Chance, nachdem Patrick Mainka den Ball nach vorne köpft, um ihn wieder zu kontrollieren. Dann spielt es Gladbach schnell und gut aus. Das wussten wir auch, dass das eine Qualität der Gladbacher ist. Wir haben dann ein bisschen gebraucht, um den Rückstand zu verarbeiten. Wir machen aber den Ausgleich durch eine Standardsituation: Es war ein perfekter Freistoß von Niklas Dorsch und Patrick Mainka köpft den Ball sehr gut rein. Vor der Pause haben wir noch zwei klare Chancen, verpassen es aber in Führung zu gehen. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir noch etwas draufpacken müssen, und haben umgestellt. Wir haben versucht, ins Angriffspressing zu kommen, was uns auch gelungen ist. Wir haben oft den Ball erobert und das 2:1 gemacht durch Marnon Busch – genau in der Phase, in der es Gladbach schwer hatte. Dann hat man im Stadion gemerkt, dass sich die Borussia erst davon erholen muss, und wir haben es verpasst, das 3:1 zu machen. Wenn du es dann nicht machst, reicht dieser eine Moment, in dem wir den Ball nicht klären. Wir können den Ball nicht blocken, dann wird er noch abgefälscht und geht mit gefühlten 5 km/h über die Linie. Das passt dann zu unserer Situation als Tabellenletzter. Natürlich kam durch den Ausgleich bei Gladbach noch einmal Aufwind rein und sie hatten noch ein, zwei gute Chancen, bei denen uns Diant Ramaj jedoch gut im Spiel hält. Wenn ich die gesamte Partie nehme und die Minuten bis zum ersten Gegentor sowie nach dem zweiten Gegentor ausklammere, dann haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht, uns aber zum wiederholten Mal nicht belohnt.“
Patrick Mainka:
„Zwei Mal kullert der Ball unglücklich ins Tor. Irgendwo ist es vielleicht auch bezeichnend für unsere Situation. Dann ist es so, dass wir es nicht schaffen, so konsequent zu sein, dass wir endlich wieder einen Sieg erringen. Wir lechzen einfach so danach. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und es war wieder mehr möglich. Trotzdem reicht es dann in dem Moment einfach nicht und deswegen ist es enttäuschend. Wir brauchen nicht einen Punkt, wir brauchen drei Punkte!“
Marnon Busch:
„Vor dem ersten Gegentor spiele ich einen einfachen Fehlpass. Wir klären dann eigentlich den Ball, aber dann fällt er hinten rein. Das zweite Gegentor ist dann auch wieder Pingpong gewesen. Wir ziehen es dieses Jahr so ein bisschen an. Jeder gibt sein Bestes und zwar Woche für Woche – sowohl im Training als auch in den Spielen. Man kann nur unter der Woche weiter daran arbeiten, sich scharf machen und sich immer wieder vornehmen, einen neuen Anlauf zu starten. Niemand bei uns in der Mannschaft macht irgendeinen Fehler mit Absicht. Profifußball ist ein Sport, bei dem kleinste Fehler bestraft werden. Das kriegen wir diese Saison einfach regelmäßig um die Ohren und gleichzeitig schaffen wir es nicht, die Fehler der anderen Mannschaften dann in gleichem Maße zu bestrafen, wie wir es über die letzten Jahre hinbekommen haben.“
Niklas Dorsch:
„Es ist maximal unglücklich, wie wir die Gegentore kassieren. Vor dem ersten Gegentor verlieren wir den Ball. Es ist dann ein weiter Weg bis zum Tor, aber irgendwie landet der Ball trotzdem dort. Vor dem zweiten Gegentor ist auch Pingpong im Sechzehner. Dann will Franck Honorat ins Tor passen und dann wird der Ball noch abgefälscht. Also auch maximal unglücklich. Dass wir uns am Ende nicht belohnen, ist ärgerlich, denn wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Auch nach der Pause, wie wir aus der Kabine gekommen sind und den Gegner mit Ball echt beherrscht haben. Das ist nicht unbedingt typisch für uns, aber trotzdem hat sich das gut angefühlt. Ich denke, dass wir dann auch verdient den Führungstreffer erzielt haben. Klar hat dann Gladbach nochmal enorm viel Qualität eingewechselt und uns zum Schluss auch ein bisschen hinten reingedrängt. Trotzdem hatten wir die Chance auf das 3:1 und ich glaube, wenn man es vorne ein, zwei Mal besser ausspielt, dann hätten wir auch mehr Tore machen können.“