Ausblick

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

In der 2. Runde des DFB-Pokals trifft der FCH am Mittwoch, 19. Oktober (20:45 Uhr), auswärts im Stadion an der Alten Försterei auf Union Berlin. Nach dem 8. Spieltag grüßt der Europa League-Teilnehmer derzeit von der Tabellenspitze der 1. Bundesliga.

Dass nach acht Spielen im deutschen Oberhaus Union Berlin mit 17 Punkten an der Tabellenspitze thront, hätten wohl die wenigsten gedacht – und das, obwohl die „Köpenicker“ am vergangenen Spieltag ihre erste Niederlage der Bundesligasaison hinnehmen mussten. Bis dato waren die „Eisernen“ die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der 1. Bundesliga, verloren aber schließlich bei Eintracht Frankfurt mit 0:2. „Heute haben wir die Basics vermissen lassen, da hat einiges gefehlt“, resümierte Union-Trainer Urs Fischer und ergänzte: „Bei den Toren waren wir nicht aufmerksam genug und besonders das 0:2 war schon fast ein Geschenk. Am Ende hatten wir noch ein paar gute Tormöglichkeiten, aber vielleicht passt es zu solch einem Spiel, dass dann auch kein Ball reingeht.“

Für zwei dieser Tormöglichkeiten war der gebürtige Heidenheimer und Ex-FCH Profi Tim Skarke mit zwei Volley-Abschlüssen verantwortlich. Der in Nattheim aufgewachsene Flügelspieler wechselte zur aktuellen Saison vom SV Darmstadt 98 in die Hauptstadt und debütierte gegen Frankfurt erstmals in der 1. Bundesliga. Momentan gehört der 26-Jährige aber noch nicht zu den Berliner Leistungsträgern. Für Furore in der Offensive sorgen vor allem Neuzugang Jordan Siebatcheu (drei Tore, zwei Vorlagen) und Sheraldo Becker. Der Suriname ist mit sechs Toren und vier Vorlagen nicht nur Bundesliga-Top-Scorer sondern mit 36 km/h auch aktuell der schnellste Spieler der Liga. Aber auch in der Defensive bilden die Unioner die Ligaspitze. Lediglich sechs Gegentreffer sind gemeinsam mit Bayern München und dem SC Freiburg Bestwert.

Der ehemalige FCH Profi Tim Skarke im Dress der "Eisernen" nach der 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt.

Während die „Eisernen“ in der Liga reihenweise Bestleistungen abrufen, setzten sie sich in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den Chemnitzer FC erst in der Verlängerung mit 2:1 durch. „In der ersten Hälfte haben wir uns schwergetan, nicht das umgesetzt, was wir machen wollten“, sagte Urs Fischer nach dem Spiel, freute sich aber schließlich über das Endergebnis: „Am Ende zählt, dass wir im Pokal eine Runde weiter sind.“

Union-Duelle in positiver Erinnerung

Der 1. FC Heidenheim 1846 kennt die „Köpenicker“ noch bestens von den Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga, bevor die Unioner 2019 in die 1. Bundesliga aufstiegen. Fünf Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen stehen aus zehn Zweitliga-Duellen aus Sicht der Rot-Blau-Weißen zu Buche. Zudem trafen die beiden Vereine bereits 2015 im DFB-Pokal aufeinander, als der FCH in der Voith-Arena mit 2:1 als Sieger vom Platz ging. Die letzte Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin gab es für das Team von Frank Schmidt in der Saison 2015/16 (0:1-Auswärtsniederlage). Bleibt diese Statistik auch bis nach dem Pokalspiel am Mittwoch, 19. Oktober (20:45 Uhr), bestehen, darf sich der FCH über den Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals freuen.

Aktuell sieht die Bilanz zwischen dem FCH und den "Eisernen" positiv für die Rot-Blau-Weißen aus.