FCH Spielerinterview

Patrick Mainka: „Eine Wucht, die jedem Gegner wehtun kann“

Vor dem ersten Heimspiel der Saison 2022/23 haben wir mit unserem Kapitän Patrick Mainka gesprochen. „Patte“ blickte dabei zurück auf den Auswärtsdreier in Rostock und sprach über die Neuzugänge sowie den kommenden Gegner Eintracht Braunschweig.

"Patte", auswärts und dann in Rostock vor knapp 25.000 Zuschauern - das war mal ein Saison-Auftakt, der es richtig in sich hatte. Was hat für dich den Ausschlag gegeben, dass euch am Sonntag mit dem 1:0-Sieg ein Start nach Maß gelungen ist?

Ich denke das erste Saisonspiel hat es immer in sich. Niemand weiß, wo man als Mannschaft steht. Wir haben aber eine total fokussierte Leistung gebracht und uns in die Saison reingekämpft. Wichtig war, dass wir uns von der Wucht der Rostocker und der Fans nicht haben beeindrucken lassen. So haben wir uns die ersten drei Punkte verdient.

"Wir haben uns in die Saison reingekämpft" - Patrick Mainka im Luftzweikampf mit John Verhoek.

War das zum Saisonauftakt auch gleich eine Art Charaktertest, den Ihr dort bestanden habt? Letzte Saison habt ihr euch ja auswärts oftmals schwergetan…

Ich würde es nicht als Charaktertest bezeichnen, sondern als Test, ob wir die Vorbereitung gut genutzt haben. Wir haben wieder gezeigt, dass wir als Mannschaft mit einer geschlossenen Teamleistung unglaublich schwer zu schlagen sind. Das müssen wir jetzt auch in die nächsten Spiele mitnehmen und weiter wichtige Punkte sammeln.

In der Vorbereitung spielte der 1. FC Heidenheim 1846 unteranderem gegen die beiden Vereinsfreunde TV Steinheim und FC Römerstein (Spielgemeinschaft mit SF Donnstetten).

Jetzt geht’s mit einem Heimspiel weiter. Wie groß ist die Vorfreude und wie wollt Ihr Eure Heimstärke auch in dieser Saison wieder bewahren?

Es geht in der 2. Liga nie darum etwas zu bewahren. Es muss sich alles hart erarbeitet werden. Es wäre der falsche Weg zu sagen, dass wir auf unsere Heimstärke vertrauen können. Klar ist aber auch, dass wir in unserem Stadion eine Wucht entwickeln können, die jedem Gegner wehtun kann. Diese Wucht müssen wir uns vom ersten Heimspiel an wieder erarbeiten.

Wie schätzt du die Eintracht aus Braunschweig als kommenden Gegner ein, die nach nur einem Jahr Abwesenheit wieder zurück in der 2. Bundesliga ist?

Zum Beginn der Saison werden sie versuchen die Euphorie des Aufstiegs mitzunehmen. Auch wenn die Eintracht das erste Spiel zu Hause gegen den HSV verloren hat, haben sie kein schlechtes Spiel gemacht. Ich denke sie werden versuchen viel und schnell umzuschalten und so gefährlich zu werden. Da müssen wir hellwach sein!

"Da müssen wir hellwach sein!"

In unserer Mannschaft gab es im Sommer einen personellen Umbruch. Insgesamt sind acht Neuzugänge im Kader. Auf was für einen veränderten FCH dürfen sich die Fans in dieser Saison freuen?

Die Fans dürfen sich nur auf personelle Veränderungen freuen. Auf neue Gesichter, neue Qualitäten und neue Charaktere. Ich bin aber der Meinung, dass wir uns als Mannschaft und Verein in der Art und Weise wie wir Fußball spielen gar nicht verändern sollten. Wir standen schon immer für intensiven Fußball, der schnell Richtung Torabschluss führen soll. In der Defensive aber müssen wir auch viel investieren und dabei kämpfen wir um jeden Ball. Das müssen wir jede Woche auf den Platz bekommen, um bestehen zu können. Darauf müssen sich auch die Neuzugänge einstellen. Jeder muss seine Qualitäten in den Dienst der Mannschaft stellen, dann können wir uns als gesamtes Team weiterentwickeln.

Frank Schmidt hat dich, nach der vergangenen Spielzeit, auch jetzt wieder während der Vorbereitung zum Kapitän bestimmt. Was bringt diese wichtige Rolle innerhalb der Mannschaft für Aufgaben mit sich? Auf dem Platz, aber auch außerhalb…

Als Kapitän fungierst du als Schnittstelle zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam. Du musst der Mannschaft klar machen, was der Trainer will und dem Trainer auch mal Wünsche und Anregungen der Mannschaft vermitteln. Es ist somit eine sehr kommunikative Aufgabe. Auf dem Platz fängt es dabei bei mir an, die Idee von unserem Fußball zu verkörpern. Der Kapitän, aber auch meine Stellvertreter und auch der gesamte Mannschaftsrat müssen dabei als Orientierung für die Mannschaft dienen. Wir müssen die Richtung vorgeben, in die wir uns bewegen möchten.

"Als Kapitän fungierst du als Schnittstelle zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam."