Gegnerinterview

Marvin Wanitzek: "Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden"

Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek vom kommenden Gegner Karlsruher SC spricht im Gegnerinterview über den Saisonverlauf des KSC und seine eignen Stärken auf dem Platz. Außerdem äußert sich der 29-Jährige zum letzten Saisonduell am kommenden Sonntag, bei dem der Vize-Kapitän allerdings gelbgesperrt fehlen wird.

Marvin Wanitzek, am vergangenen Sonntag gegen Dynamo Dresden konnten Sie zwischenzeitlich einen 0:1-Rückstand drehen, mussten aber in der Nachspielzeit spät den Ausgleichstreffer zum 2:2 hinnehmen. Wie blicken Sie auf Ihr vergangenes Heimspiel zurück?

Es tut natürlich ein bisschen weh, wenn das letzte Heimspiel so eine Wendung nimmt. Wir wollten uns mit einem Sieg von den eigenen Fans verabschieden. Das ist uns aufgrund der letzten Situation im Spiel leider nicht gelungen.

Der KSC musste im letzten Heimspiel der Saison gegen Dynamo Dresden einen späten 2:2-Ausgleich hinnehmen.

Mit Ihrer Vorlage gegen die SGD zum zwischenzeitlichen 2:1 konnten Sie bereits Ihren 17. Scorerpunkt bei neun Toren und acht Assists verbuchen. Wie würden Sie Ihre bisherige Saison beschreiben?

Generell spreche ich nicht gerne über mich selbst. Es zählt der Mannschaftserfolg und das stelle ich in den Vordergrund. Aber ich bin froh, dass ich mit den angesprochenen Scorerpunkten helfen konnte.

Marvin Wanitzek (links) freut sich, dass er mit seinen 17 Scorerpunkten seiner Mannschaft helfen konnte.

Mit 368,32 Kilometern sind Sie der laufstärkste Spieler der 2. Bundesliga und stehen mit 388 gewonnen Zweikämpfen ligaweit in dieser Statistik auf Platz fünf. Zudem befinden Sie sich auf Platz 16 der besten Scorer. Was sind Ihre größten Stärken auf dem Platz?

Puh, das waren jetzt sehr viele Daten. Ich habe vor Kurzem mal von unserem Athletiktrainer die Laufwerte bekommen. Wie angesprochen, würde ich mich als sehr laufstark bezeichnen. Ich verstehe das Spiel, versuche mit meinen Qualitäten der Mannschaft vor allem fußballerisch zu helfen, möchte immer wieder Lösungen auf dem Platz suchen und finden, sowie auch mal einen Positionswechsel an den Tag legen. Wenn ich in einer guten Abschlussposition bin, kann ich auch meine gute Schusstechnik zeigen.

Marvin Wanitzek: "Wenn ich in einer guten Abschlussposition bin, kann ich auch meine gute Schusstechnik zeigen."

Der Karlsruher SC befindet sich vor dem letzten Spieltag mit 41 Zählern und Rang elf im gesicherten Tabellenmittelfeld. In der Vorsaison stand mit 52 Punkten der 6. Platz zu Buche. Zwar ist noch ein Spieltag in dieser Spielzeit zu gehen, welches Fazit würden Sie jedoch bislang ziehen?

In dieser Liga war es nicht selbstverständlich, schon am 31. Spieltag den Klassenerhalt zu sichern. In der letzten Saison hat sehr viel zusammengepasst, da hatten wir zwei sehr erfolgreiche Monate, in denen wir fast jeden Gegner schlagen konnten. Jetzt haben wir in der Rückrunde nur drei Spiele gewonnen, da haben wir natürlich Nachholbedarf. Ich freue mich jetzt aber auf die Sommerpause, um wieder neue Kraft zu tanken. Wir wollen uns aber natürlich mit einem Sieg verabschieden.“

Für Marvin Wanitzek und den KSC war es "in dieser Liga nicht selbstverständlich, schon am 31. Spieltag den Klassenerhalt zu sichern."

Vier der letzten sechs KSC-Spiele endeten mit einem 2:2-Remis. Erwarten Sie ein ähnlich enges Duell auch am Sonntag gegen den FCH?

Jeder weiß, was einen in Heidenheim erwartet. Es ist mit eine der laufstärksten Mannschaften der ganzen Liga. Sie wollen sich vor ihrem Heimpublikum gut präsentieren. Da müssen wir uns sehr gut vorbereiten. Da mache ich mir aber keine Sorgen.

Am 34. Spieltag der Saison 2020/21 war der KSC ebenfalls in der Voith-Arena zu Gast und konnte sich noch durch den 2:1-Sieg am FCH in der Tabelle vorbeischieben. Wie wollen Sie die Partie auf dem Heidenheimer Schlossberg dieses Mal angehen?

Wir müssen das Wetter, die Temperatur und den Gegner annehmen. Wir müssen ähnlich auftreten wie in der zweiten Halbzeit gegen Dynamo Dresden.

Der KSC müsse gegen den FCH ähnlich auftreten wie in der zweiten Halbzeit gegen Dresden, meint KSC-Profi Marvin Wanitzek.