Gegnerinterview

Florian Kastenmeier: "Aktuell sind wir ein eingespieltes Team"

Torhüter Florian Kastenmeier vom kommenden Gegner Fortuna Düsseldorf thematisiert im Gegnerinterview den Aufschwung unter Trainer Daniel Thioune und gibt Aufschluss darüber, wie der 24-Jährige das Duell am Freitagabend erwartet.

Florian Kastenmeier, Fortuna Düsseldorf und Dynamo Dresden trennten sich am vergangenen Spieltag mit 2:2, bis zur 70. Minute führte Ihre Mannschaft jedoch noch mit 2:0. Wie fällt Ihr Fazit zur Punkteteilung am Freitagabend aus?

Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass wir zum wiederholten Male eine Führung verspielt haben und damit auch den Klassenerhalt noch nicht perfekt machen konnten. Wir haben es gegen Dresden leider verpasst, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Mit einem Sieg hätte die Fortuna den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt machen können.

Nach dem Jubel über die 2:0-Führung folgte der Ärger über das 2:2-Remis.

Mit acht Punkten Vorsprung auf die SGD, die den Relegationsrang belegt, dürfte dieser nun dennoch gesichert sein. Kann daher, trotz des verspielten 0:2-Vorsprungs, von einem gewonnenen Punkt gesprochen werden?

Nach dem Spielverlauf haben wir uns über die Punkteverluste sehr geärgert. Aber das müssen wir schnell abhaken und trotzdem weitermachen, damit wir den Klassenerhalt am Freitag gegen euch in der Voith-Arena schaffen.

Mit drei Punkte gegen Dynamo Dresden wäre der rechnerische Klassenerhalt für die Rheinländer perfekt gewesen.

Seit Daniel Thioune Fortuna Düsseldorf auf Platz 16 übernahm, hat das Team in den zehn Partien unter seiner Leitung bei vier Siegen und sechs Unentschieden keine Niederlage hinnehmen müssen. Was sind die ausschlaggebenden Punkte für diesen Aufschwung?

Ein wichtiger Punkt ist, dass wir jetzt mit einem gewissen Risiko versuchen, von hinten heraus Fußball zu spielen. Damit fühlen wir uns im Team wohl und das tut uns sehr gut. Außerdem agieren wir in der Defensivarbeit alle sehr verlässlich, was schon bei den Stürmern anfängt. Aktuell sind wir ein eingespieltes Team.

Unter Trainer Daniel Thioune versucht die Fortuna "mit einem gewissen Risiko von hinten heraus Fußball zu spielen".

Mit 38 Gegentoren stellen Sie aktuell die zweitbeste Defensive der Liga, dennoch steht lediglich Platz 13 zu Buche. Ihr Anspruch vor der Saison dürfte allerdings ein anderer gewesen sein, oder?

Natürlich war der Anspruch in diesem Jahr ein anderer. Viele verschiedene Faktoren haben zu dieser Situation geführt, aber wir haben uns da rausgearbeitet und das gibt uns Antrieb für das nächste Jahr.

Vor Saisonbeginn war Platz 13 nicht der Anspruch von F95-Keeper Florian Kastenmeier und seinen Teamkollegen.

Im Hinspiel in Düsseldorf konnte der FCH erst in der Nachspielzeit mit 1:0 gewinnen. Sie standen dabei aufgrund Ihrer Corona-Infektion nicht auf dem Platz. Erwarten Sie ein ähnlich enges Spiel am Freitagabend in der Voith-Arena?

Die Spiele gegen Heidenheim sind immer sehr eng. Heidenheim ist in der Voith-Arena eine Macht. Uns erwartet eine körperlich robuste Mannschaft. Darauf müssen wir uns einstellen und in den direkten Duellen dagegenhalten. Die Zuschauer können sich auf 90 umkämpfte Minuten freuen.

Im Hinspiel musste Düsseldorf auf Florian Kastenmeier coronabedingt verzichten.

Mit von der Partie waren Sie bei beiden Duellen zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FCH dagegen in der vergangenen Saison. Das Spiel in Düsseldorf konnte die Fortuna mit 1:0 für sich entscheiden, das Rückspiel gewannen die Rot-Blau-Weißen zu Hause mit 3:2. Wie haben Sie die bisherigen Aufeinandertreffen mit dem FCH in Erinnerung?

Auch das waren zwei sehr intensive Spiele, die, wie die Ergebnisse zeigen, bis zum Schlusspfiff spannend waren. Von daher sind wir gewarnt und wissen, was am Freitagabend auf uns zukommt.

Beim letzten Duell in der Voith-Arena mussten sich die Düsseldorfer um Florian Kastenmeier geschlagen geben.