Interview Frank Schmidt

Frank Schmidt: "Nicht nachlassen und so viele Punkte wie möglich holen!"

Im Interview spricht Frank Schmidt über die aktuelle Situation des FCH, den nächsten Gegner FC Erzgebirge Aue und blickt auf die bevorstehenden letzten Wochen der Saison.

Frank, nach der 0:3-Niederlage am vergangenen Wochenende auf Schalke hast du davon gesprochen, dass es der Gegner, wie so häufig auswärts in den letzten Wochen und Monaten, in den entscheidenden Situationen des Spiels einfach besser gemacht hat. Woran liegt diese Schwäche in der Fremde ? Zu Hause musstet Ihr diese Saison lediglich eine Niederlage einstecken…

Das liegt insbesondere daran, dass wir, trotz meist ähnlich guten Leistungen wie zu Hause, auf fremden Plätzen unsere Torchancen nicht genutzt haben. Es ist natürlich umso bitterer, dass sich das gleich über mehrere Spiele hinweg durchzieht. Dabei muss man das Darmstadt-Spiel jedoch ausklammern, bei dem wir unsere Chancen nutzen konnten, jedoch dann hintenraus die Partie komplett aus der Hand gegeben haben. Auf die ganze Saison betrachtet, haben wir auswärts deutlich zu wenig Punkte geholt, was klar auf unsere mangelnde Effizienz zurückzuführen ist. Die Chancen waren schließlich in jedem Spiel da, aber wir haben leider viel zu wenig Kapital daraus geschlagen. Das spiegelt unsere aktuelle Auswärtsbilanz wieder.

Am vergangenen Wochenende musste sich der FCH mit 0:3 bei Schalke 04 geschlagen geben.

Gegen den FC Erzgebirge Aue, den kommenden Gegner, unterlag der FCH auswärts im Herbst mit 0:2. Ist das noch in den Köpfen bei Euch?

Nein, das Hinspielergebnis spielt für die Aufgabe, die am Sonntag für uns wartet, überhaupt keine Rolle mehr. Wir beschäftigen uns dahingehend ausschließlich mit der Gegenwart.

"Wir beschäftigen uns ausschließlich mit der Gegenwart."

Gegenwärtig ist Erzgebirge Aue das Schlusslicht der 2. Bundesliga. Wie schätzt du die dortige Situation derzeit ein?

Die Auer Verantwortlichen haben in der Öffentlichkeit betont, dass sie sich mit dem Abstieg in die 3. Liga abgefunden hätten. Dadurch nehmen sie den Spielern den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Sie werden versuchen, sich möglichst gut zu präsentieren, was schon nochmal zu einer gewissen Lockerheit führen kann. Das darf uns aber im Vorfeld alles nicht beeinflussen, wir müssen auf uns schauen und uns von der gleichen Seite präsentieren, die wir in den letzten Wochen und Monaten zu Hause gezeigt haben. Es gilt einfach, die gleiche Leistung zu bringen, die wir bei fast allen Heimspielen in dieser Saison nahezu perfekt abgerufen haben.

In der Heimtabelle stehen die Rot-Blau-Weißen mit 31 Punkten auf dem 2. Platz.

Auf was für eine Spielweise der Auer Mannschaft stellt Ihr Euch in der Vorbereitung darauf ein?

Aue spielt ein gutes Ballbesitzspiel zwischen den 16-Meter-Räumen. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensive ist in den entscheidenden Situationen in dieser Saison viel gegen Aue gelaufen. Sie haben zu viele Gegentore bekommen und offensiv haben sie sich oft nicht belohnt. Ich kann aber nur nochmal betonen, dass wir in erster Linie auf uns schauen werden und eine klare Idee haben, wie wir spielen wollen. Das werden wir von der ersten Minute an auf den Platz bringen!

"Wir werden in erster Linie auf uns schauen"

Noch insgesamt fünf Spieltage stehen in der Schlussphase der Saison in der 2. Bundesliga auf dem Programm. Mit momentan 45 Punkten nach 29 Spielen ist eine Top-6-Platzierung absolut möglich. Wie lautet die Zielsetzung für die nächsten Wochen?

Wir wollen auf keinen Fall nachlassen und versuchen natürlich noch so viele Punkte wie möglich zu holen. Bis zum Schalke-Spiel am vergangenen Wochenende hatten wir die Möglichkeit, nochmal ganz vorne heranzurücken. Doch auch von dieser Niederlage werden wir uns jetzt nicht runterziehen lassen. Wir sind momentan Siebter, punktgleich mit dem HSV, und können die Saison auf einem guten Tabellenplatz abschließen. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, besonders wenn man sieht, welche Vereine hinter uns stehen. Wir wollen in den letzten fünf Partien dafür sorgen, dass keine Mannschaft mehr an uns herankommt und gleichzeitig gerne noch den einen oder anderen überholen, sofern sich uns die Chance dazu bietet. In der zurückliegenden Saison haben wir aus den letzten fünf Spielen nur eines gewonnen. Entscheidend ist jetzt, anders als im vergangenen Jahr, unsere jetzige Position bis zum Schluss zu verteidigen. Meine Mannschaft ist nach wie vor sehr willig und entschlossen. Das wollen wir unseren Fans und Zuschauern am Sonntag in der Voith-Arena wieder zeigen und unsere sehr starke Heimbilanz mit einem Sieg entsprechend weiter ausbauen!

Nach dem 3:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg will FCH Cheftrainer Frank Schmidt die Heimbilanz auch gegen die "Veilchen" weiter ausbauen.