Interview Frank Schmidt

Frank Schmidt: "Wir wollen wieder die entscheidenden Situationen für uns nutzen!"

Im Interview spricht FCH Cheftrainer Frank Schmidt über die zurückliegende Länderspielpause, den formstarken 1. FC Nürnberg und den bevorstehenden Zweitliga-Saisonendspurt.

Frank, rund zwei Wochen ruhte der Ball in der 2. Bundesliga auf Grund der WM-Qualifikation bzw. den Länderspielen. Kam die Pause zum richtigen Zeitpunkt?

Die Länderspielpause war wichtig für uns, da wir zuletzt einige angeschlagene Spieler bei uns im Kader hatten: Dzenis Burnic, Robert Leipertz oder Kevin Sessa beispielsweise, die diese Pause genutzt haben, um ihre Verletzungen auszukurieren und wieder ins Training zurückzukehren. Generell haben wir viel im regenerativen Bereich gearbeitet. Hinzu kam darüber hinaus noch ein sehr gutes und intensives Testspiel beim SC Freiburg. Dabei galt es für die Spieler mit zuletzt wenig oder gar keiner Spielzeit, wieder etwas Wettkampfpraxis zu sammeln und sich für den Ligabetrieb zu empfehlen. Die Leistung der Mannschaft insgesamt in diesem Testspiel war durchaus ordentlich. Entscheidend ist letztlich aber natürlich unser Auftritt im nächsten Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg!

Das Testspiel gegen die Mannschaft von Christian Streich, den SC Freiburg, endete mit einem 1:1-Remis.

Die Partie gegen die Nürnberger ist gleichzeitig der Auftakt für den Saisonendspurt. Es stehen lediglich noch sieben Spieltage auf dem Programm. Mit welcher Zielsetzung geht Ihr in diese entscheidende Phase?

Ganz einfach: Wir wollen natürlich, wie schon in der gesamten bisherige Saison, auch in den letzten Spielen so viele Punkte wie möglich holen. Das oberste Ziel, der frühzeitige Klassenerhalt, hatten wir schon vor dieser Länderspielpause gesichert. Jetzt wollen wir die noch maximal mögliche Punktausbeute erreichen!

"Die maximal mögliche Punkteausbeute erreichen!"

Wie schätzt du den kommenden Gegner aus Nürnberg derzeit ein?

Der 1. FC Nürnberg ist natürlich richtig gut in Form, was die starke Bilanz von vier Siegen und nur einem Unentschieden aus den letzten fünf Spielen belegt.  Zuvor hatte der „Club“ gegen Ingolstadt und Karlsruhe noch zwei empfindliche Niederlagen hinnehmen müssen. Nach diesen beiden Partien hat Robert Klauß das System jedoch umgestellt und spielt seither mit zwei Sechsern statt mit einer Raute im Mittelfeld. Im 4-2-3-1 sind sie sehr zentrumslastig und überzeugen dabei mit einem guten Gegenpressing bzw. schnellen Umschaltsituationen.

Die Nürnberger sind aktuell richtig in Form - allen voran der Top-Torschütze des FCN: Erik Shuranov.

Wie wollt Ihr das Spiel gegen diesen formstarken Gegner am Sonntag angehen?

Zu uns selbst kann ich noch gar nicht so viel verraten, da der Einsatz bei einigen Spielern noch mehr als fraglich ist und wir nicht genau wissen, mit welcher Mannschaft wir überhaupt antreten können. Gut möglich, dass es ein ähnlich enges Spiel wie gegen die anderen Topteams zuletzt wird. Die Partien gegen Darmstadt, Bremen und St. Pauli haben alle auf Augenhöhe stattgefunden. Man hat aber gemerkt, dass die Kleinigkeiten entscheidend sein können. Gegen Bremen haben wir es geschafft, die entscheidenden Situationen für uns zu nutzen. Jetzt gilt es, dies gegen den 1. FC Nürnberg zu wiederholen.

Die gute Leistung gegen Werder Bremen soll wiederholt werden.

Spielt in der Vorbereitung darauf die 0:4-Hinspielniederlage im Herbst in Nürnbegr noch eine Rolle?

Nein, diese Niederlage spielt für uns keine Rolle mehr, auch wenn das fraglos extrem bitter war. Wir wollen jetzt aus den letzten sieben Spielen möglichst viele Punkte holen, da hilft uns der Blick zurück überhaupt nicht weiter.

"Die Hinspielniederlage spielt keine Rolle mehr!"

Erstmals nach über zwei Jahren dürfen, seitens der Behörden, am Sonntag wieder bis zu 15.000 Zuschauer in die Voith-Arena kommen. Es gibt keinerlei Corona-Beschränkungen mehr für die Fans, sorgt das nochmals für Extra-Motivation bei Euch?

Als zusätzliche Motivation würde ich das nicht bezeichnen, da das ja bedeuten würde, dass wir in den Heimspielen mit Zuschauerbeschränkungen nicht maximal motiviert waren. Es ist ganz einfach so, dass es viel mehr Spaß macht vor so viel Zuschauern wie möglich spielen zu dürfen. Und klar, das sind nochmals viel mehr Emotionen, die dabei entfacht werden können. Das haben wir zuletzt schon beim Heimspiel gegen Werder Bremen alle gemeinsam in der Voith-Arena wieder erleben dürfen.

Volle Stadionauslastung - keine 3G-Regel - keine Maskenpflicht.