HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrum

Einblicke ins Leben der FCH Internatsschüler im HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrum

Derzeit leben 29 Nachwuchsspieler des 1. FC Heidenheim 1846 im Internat der Rot-Blau-Weißen. In den 3er-Wohngemeinschaften finden sich Spieler von der FCH U16 bis zur FCH U19 wieder, welche alle von der Kooperation mit dem hsb-Sportinternat und den vom DFB ausgezeichneten Eliteschulen des Fußballs profitieren. Foto: Stefan Bader (li.), Schulleiter der Kaufmännischen Schule Heidenheim, mit den beiden Internatsschülern Levis Schaber (Mitte) und Frank Feller (re.).

„Gemeinsam mit unserem HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrum, dem hsb-Sportinternat und den drei Eliteschulen des Fußballs können wir unseren Nachwuchsspielern sowohl eine sportliche als auch eine schulische Perspektive für jede angestrebte Laufbahn bieten“, berichtet Paul Schrievers, Schulkoordinator des 1. FC Heidenheim 1846, zufrieden über die Zusammenarbeit zwischen dem FCH, den Schulen und dem hsb-Sportinternat.

Das hsb-Sportinternat, das sich aus einzelnen Wohnungen rund um das Heidenheimer Paul-Gnaier-Fechtzentrum zusammensetzt, darf sich in diesem Jahr bereits über sein 44-jähriges Jubiläum freuen. Neben den 29 Nachwuchsspielern des FCH (zwei FCH U16-Spieler, vier FCH U17-Spieler und 23 FCH U19-Spieler) finden sich auch Nachwuchstalente aus dem Fechtsport sowie Baseballer der Heidenheimer Heideköpfe in dem Sportinternat wieder. Den Internatsbewohnern wird dabei die Unterkunft sowie von Montag bis Freitag jeweils ein Frühstück und ein Mittagessen in den Räumlichkeiten des Fechtzentrums angeboten. Des Weiteren sind ein Fitnessraum sowie weitere Räume für schulische Aufgaben im Komplex des Fechtzentrums für die FCH Juniorenspieler nutzbar.

Das Paul-Gnaier-Fechtzentrum Heidenheim ist für die Internatsschüler des 1. FC Heidenheim 1846 in ihrem Alltag eine wichtige Anlaufstelle.

Nachdem Wilfried Gsching das hsb-Sportinternat 17 Jahre lang mitaufgebaut und geleitet hat und eine geraume Zeit der direkte Ansprechpartner für den 1. FC Heidenheim 1846 war, hat er im vergangenen Jahr sein Amt an Juri Marker abgegeben. Wilfried Gsching fungiert aktuell als Ergänzung in der Schulkoordination und unterstützt Paul Schrievers beim Austausch mit den Schulen.

Die Eliteschulen des Fußballs in Heidenheim

Mit dem Max-Planck Gymnasium, dem Schulverbund im Heckental und der Kaufmännischen Schule Heidenheim gibt es in Heidenheim drei vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zertifizierte Eliteschulen des Fußballs. Über diese drei Schulsysteme lassen sich verschiedenste Schulabschlüsse anstreben. Somit können die Internatsschüler über das Max-Plack Gymnasium das Abitur absolvieren und auf ihrem Weg dorthin zwischen den Profilfächern Naturwissenschaft, Sprachen und Sport wählen. Der Schulverbund im Heckental setzt sich aus einer Realschule, einer Werkrealschule und zwei Grundschulen zusammen. Dort können die FCH Nachwuchsspieler einen Hauptschulabschluss, einen Werkrealschulabschluss oder die Mittlere Reife als Ziel anstreben.

Die vielseitigsten Schulformen hat die Kaufmännische Schule Heidenheim zu bieten. Dort kann über die Kaufmännische Berufsschule der Berufsabschluss erreicht werden. Am Wirtschaftsgymnasium ist wie am Max-Planck Gymnasium das Abitur als Ziel ausgeschrieben. Die Fachhochschulreife erlangen die Schüler an den Berufskollegs und der Fachschule für Wirtschaft. Die Wirtschaftsschule bietet den Abschluss Fachschulreife an.

Trotz Training keine Wissenslücken

Da für die Spieler der FCH U19 und U17 bereits zweimal pro Woche ein Fördertraining am Vormittag ansteht, müssen die Internatsschüler für diesen Zeitraum vom Schulunterricht freigestellt werden. Die verpassten schulischen Inhalte arbeiten die Internatsschüler dann anschließend über einen Nachführunterricht oder zusätzliche Nachhilfe an den Schulen oder im Paul-Gnaier-Fechtzentrum nach, sodass keine Wissenslücken entstehen.

„Die Freistellung vom Unterricht für das Fördertraining unserer Nachwuchsspieler in Verbindung mit dem Nachführunterricht ist für alle Parteien die optimale Lösung, um den verschiedenen Interessen gerecht zu werden. Darüber hinaus läuft die Abstimmung mit den Eliteschulen auch bei kurzfristigen Änderungen der Trainingszeiten sehr professionell und zuverlässig ab“, lobt Paul Schrievers, FCH Schulkoordinator, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem HARTMANN NachwuchsLeistungsZentrum.

Der Tag eines FCH Internatsschülers

In der Regel stehen für die Internatsschüler des 1. FC Heidenheim 1846 in einer Woche vier Trainingseinheiten am Nachmittag, zwei Trainingseinheiten am Vormittag, ein Spiel am Wochenende und jeweils ein freier Tag unter der Woche und am Wochenende auf dem Plan. Die schulischen Verpflichtungen belaufen sich meistens auf fünf Schultage unter der Woche, wobei bei vielen Schülern noch ein bis zwei Nachmittagseinheiten pro Woche anstehen.

Richtet man den Blick auf einen FCH U19-Internatsschüler und seinen beispielhaften Tagesablauf an einem normalen Dienstag, dann sieht dieser Ablauf wie folgt aus:

Die Schule beginnt für die meisten Internatsspieler um 7:40 Uhr. Daher werden die Internatsschüler ab 7 Uhr im Paul-Gnaier-Fechtzentrum Heidenheim zum Frühstück erwartet. Anschließend daran können die Spieler der ältesten Nachwuchsmannschaft die verschiedenen Schulen in nur wenigen Minuten zu Fuß erreichen. Da am Dienstag für die FCH U19 um 11:30 Uhr ein Fördertraining auf dem Trainingsgelände des 1. FC Heidenheim 1846 ansteht, werden die meisten Internatsschüler um 11 Uhr mit Kleinbussen an den Schulen abgeholt, ein paar wenige kommen mit ihrem eigenen Auto zum Training. Für die Zeit bis 13 Uhr liegt für die betroffenen Spieler eine Freistellung vom Unterricht bei den entsprechenden Schulen vor.

Der FCH Fahrservice: Die Internatsschüler des 1. FC Heidenheim 1846 gelangen mit solchen Kleinbussen immer rechtzeitig und sicher an ihr Ziel.

Nach dem Training gelangen die Nachwuchsspieler mit den Kleinbussen zum Fechtzentrum, wo es ein warmes Mittagessen zur Stärkung nach der Trainingseinheit und für die bevorstehenden schulischen Aufgaben gibt. Für manche Spieler steht nämlich noch der Nachmittagsunterricht und für andere der Nachführunterricht beziehungsweise die Nachhilfe der versäumten Stunden an.

Die Essensausgabe im Heidenheimer Fechtzentrum.

Gegen 16:45 Uhr erwartet das Trainerteam der FCH U19 seine Schützlinge wieder auf dem Platz, wo die zweite Trainingseinheit des Tages wartet. Der Weg dorthin und wieder zurück zum Internat erfolgt erneut über den Fahrservice mit den FCH Kleinbussen. Nach dieser zweiten Trainingseinheit können die Internatsschüler ihre Freizeit genießen bzw. ihren schulischen Verpflichtungen, wie Hausaufgaben oder Klausurvorbereitung, nachkommen.

Dienstags und donnerstags bekommen die Nachwuchsspieler des FCH Abendessen im Albstüble. An den anderen Tagen sind sie beim Abendessen auf sich selbst gestellt und kochen demnach oft in ihren Wohngemeinschaften zusammen, bevor der Tag eines Internatsschülers zu Ende geht und der Blick auf den nächsten Schultag mit diversen Trainingseinheiten gerichtet werden kann.

Die Internatsschüler des FCH leben in Wohngemeinschaften.