Gegner-Interview

Marvin Ducksch: "Ich habe größten Respekt vor Heidenheim"

Marvin Ducksch vom SV Werder Bremen hat in dieser Saison bereits 15 Tore erzielt, eines davon im Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim 1846. Im Interview mit dem FCH hat der Angreifer über seine bisherige Bilanz gegen die Rot-Blau-Weißen, das anstehende Duell am Samstagabend und die Aufstiegschancen von Werder Bremen gesprochen.

Am vergangenen Spieltag konnte der SV Werder Bremen die Tabellenführung mit einem knappen 2:1-Erfolg gegen Dynamo Dresden verteidigen. Was war der Schlüssel zum Heimsieg?

Es war ein schwieriges Spiel für uns, weil es Dynamo von Beginn an sehr gut gemacht hat. Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen und haben sicherlich auch noch Luft nach oben. Am Ende konnten wir aber in den entscheidenden Situationen unsere Qualität ausspielen und waren erfolgreich.

Jetzt am Samstag geht es zum 1. FC Heidenheim 1846. Welche Erinnerungen haben Sie an das Hinspiel im vergangenen Oktober?

Wir haben das Spiel 3:0 gewonnen und in der zweiten Halbzeit mit zwei Toren in zwei Minuten das Spiel auf Sieg gestellt, aber es war alles andere als einfach. Heidenheim hatte einen Pfostentreffer in der ersten Halbzeit. Geht der Ball rein, nimmt das Spiel einen anderen Verlauf. Am Ende stand ein klarer Sieg für uns. Das zeigt, wie in dieser Liga Kleinigkeiten einen Spielverlauf entscheiden können.

Das Hinspiel in Bremen war lange Zeit eng, am Ende setzte sich Werder aber mit 3:0 durch.

Was verbinden Sie mit dem Gegner aus Heidenheim, gegen den Sie bereits fünf Treffer und vier Vorlagen vorweisen können?

Der Club scheint mir zu  liegen (lacht). Ich habe größten Respekt vor Heidenheim und vor dem, was dort geleistet wird. Seit Jahren ist die Mannschaft in der 2. Liga immer oben mit dabei. Die Handschrift von Frank Schmidt ist klar zu erkennen. Uns erwartet ein schweres Auswärtsspiel.

Mit Werder Bremen, Hannover 96, Holstein Kiel, dem FC St. Pauli und Borussia Dortmund II stand Marvin Ducksch dem FCH bislang elfmal gegenüber.

Seit dem Hinspiel ist sehr viel passiert beim SVW: Wie erklären Sie sich den starken Lauf von zehn Spielen ohne Niederlage in Folge?

Das ist schwer zu erklären. Wir haben derzeit das Glück, dass wir von Verletzungen verschont bleiben, haben uns mittlerweile einspielen können und bilden auf und neben dem Platz eine Einheit. Die Ereignisse im letzten Jahr haben uns als Mannschaft auch zusammengeschweißt.

Welchen Anteil am Aufschwung hat Ole Werner, seit Dezember Bremer Cheftrainer, unter dem Sie bereits neun Tore für Werder erzielen konnten?

Ole Werner ist sicherlich ein wichtiger Faktor. Er hat eine ganz ruhige, bodenständige, norddeutsche Art, arbeitet sehr akribisch mit uns, gibt uns einen klaren Plan mit und strahlt eine ungemeine Ruhe aus. Das ist beeindruckend.

Marvin Ducksch über Bremens Cheftrainer Ole Werner: "Ruhige, bodenständige, norddeutsche Art."

Sie haben unlängst auf einer Pressekonferenz gesagt, dass Sie Werder erhalten bleiben werden, auch wenn der Aufstieg verpasst werden sollte. Wie beurteilen Sie die Bremer Aufstiegschancen im Schlussspurt der Saison?

Wir haben sicherlich eine gute Ausgangsposition, aber wir sind selbst das beste Beispiel dafür, was ins neun Spielen passieren kann. Vor neun Spielen hätte uns auch keiner zugetraut, dass wir auf einmal Erster sind. Daher haben wir noch viel Arbeit vor uns.

Bremen geht quasi immer als Favorit ins Spiel, was für eine Partie erwarten Sie im Topspiel des 26. Spieltags in der Voith-Arena?

Es wird ein richtig schweres Spiel für uns. Heidenheim hat eine starke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird und die nach der Niederlage gegen Darmstadt sicher auch etwas gut machen will. Wir müssen von Beginn an voll da sein.