Gegner-Interview

Sebastian Kerk im Gegnerinterview: „Die geben immer über 100 Prozent“

Offensivspieler Sebastian Kerk vom kommenden Gegner Hannover 96 thematisiert im Gegnerinterview das bevorstehende Aufeinandertreffen zwischen seiner Mannschaft und dem 1. FC Heidenheim 1846. Dabei erklärt der 27-Jährige unter anderem, warum er den FCH als "das Freiburg der zweiten Liga" betrachtet.

Sebastian Kerk, am Freitag stehen Sie voraussichtlich zum neunten Mal in einem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim 1846 auf dem Platz. Fast alle Ihre bisherigen direkten Duelle mit dem FCH endeten mit einem Remis oder wurden mit nur einem Tor Unterschied entschieden. Was erwarten Sie dieses Mal für eine Begegnung und auf was für einen Gegner stellen Sie sich ein?

Ich glaube, Heidenheim ist ein Stück weit das Freiburg der zweiten Liga. Gegen den FCH zu spielen, ist sehr unangenehm, weil das Trainerteam die Jungs immer sehr gut einstellt. Die geben immer über 100 Prozent. Dort zu bestehen, ist nicht sehr leicht. Das sieht man auch anhand der Statistik. So oft habe ich mich noch nicht in Heidenheim durchsetzen können, hoffen wir mal, dass es am Freitag anders ausgeht.  

Mit dem 1. FC Nürnberg, dem 1. FC Kaiserslautern, dem VfL Osnabrück und Hannover 96 stand Sebastian Kerk gegen den 1. FC Heidenheim 1846 bisher achtmal auf dem Platz.

Ihren bisher einzigen Sieg gegen den FCH gab es im Hinspiel im vergangenen August. Welche Erinnerungen haben Sie an die Partie, die gleichzeitig Ihr dritter Einsatz für Hannover 96 war?

Das war natürlich ein schönes Erlebnis. Vor allem, weil es ein Last-Minute-Sieg war. Das Tor ist natürlich glücklich gefallen, aber solche Siege schmecken am Ende dann doch auch sehr. Uns hat es damals in der Phase sehr geholfen. Es war sehr wichtig, dass wir damals ein positives Erlebnis mitnehmen konnten.

Im Hinspiel setzten sich Sebastian Kerk und Hannover 96 gegen Tobias Mohr & Co. durch.

Seither haben Sie sich bei 96 mit fünf Toren und zwei Vorlagen intern zum gefährlichsten Scorer entwickelt. Warum läuft es für Sie persönlich so rund bei Ihrem neuen Verein?

Ich fühle mich hier wohl und habe eine gute Truppe um mich herum und ein Trainerteam, das auf mich setzt. Über allem jedoch steht der mannschaftliche Erfolg. Ich glaube, in den letzten Wochen haben wir uns stetig weiterentwickelt. Mittlerweile ist die klare Handschrift des Trainerteams zu erkennen. Jetzt hoffen wir, dass es so weitergeht und wir den Schwung aus den letzten Wochen mitnehmen können. Wer schlussendlich die Tore oder Vorlagen macht, ist zweitrangig, das Wichtigste ist, wir haben gemeinsam Erfolg. 

Auch für Ihr Team läuft es in diesem Kalenderjahr bisher gut. Dem Sieg gegen Hansa Rostock folgte der 3:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und ein Remis gegen Dynamo Dresden. Was macht die Mannschaft aktuell so stark?

Wir haben auch im letzten Jahr als Mannschaft schon gut funktioniert. Jetzt sind wir noch ein Stück enger zusammengerückt. Wir haben viele gute Charaktere im Team und dann macht es einfach Spaß, mit den Jungs gut zu arbeiten. Wir haben an der einen oder anderen Stellschraube gedreht, sind noch einmal detaillierter in die Themen reingegangen und man merkt einfach, dass wir dadurch gewisse Abläufe reinbekommen in unser Spiel. Jetzt sind wir in einem guten Rhythmus und wenn es einmal läuft, dann spielt es sich auch einfach leichter.

Sebastian Kerk mit Mitspieler Gael Ondua: "Wir haben viele gute Charaktere im Team."

Seit Christoph Dabrowski das Traineramt im Dezember übernommen hat musste Hannover 96 ohnehin erst eine Niederlage hinnehmen. Was ist unter dem neuen Cheftrainer anders als zuvor?

Aktuell passt die Konstellation Mannschaft und Trainerteam sehr gut. Es werden viele Einzelgespräche geführt, das Klima ist einfach total positiv und alle ziehen an einem Strang.

Unter Neu-Trainer Christoph Dabrowski holte Hannover 96 in bisher fünf Spielen zehn Punkte.

Mit aktuell 24 Punkten rangiert Hannover 96 in einer eng zusammenliegenden Tabelle auf Platz 14. Was geht für die „Roten“ noch in dieser Saison? Geht der Blick nach oben oder nach unten?

Die letzten Wochen haben wir uns dafür entschieden, von Spiel zu Spiel zu schauen. Natürlich ist das so eine klassische Fußballerfloskel, aber wir sind damit bis jetzt gut gefahren. Wir konzentrieren uns einfach auf den nächsten Gegner, auf den wir uns immer sehr akribisch vorbereiten. Wir werden versuchen, noch so viele Punkte wie möglich zu holen, um schnell einen guten Puffer nach unten zu bekommen, sodass wir die Runde ohne Druck spielen können.