Ausblick

Am Freitagabend geht’s nach Düsseldorf zur Fortuna

In Düsseldorf konnte der 1. FC Heidenheim 1846 erst einmal gewinnen. Am Freitagabend, 26. November (18:30 Uhr), unternehmen die Rot-Blau-Weißen den nächsten Anlauf, um in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt dreifach zu punkten. Ein Ausblick auf das Auswärtsspiel bei der Fortuna.

2:3, 1:0, 0:0, 2:2, 0:1 – so lauteten aus Sicht des 1. FC Heidenheim 1846 die bisherigen Auswärts-Resultate bei Fortuna Düsseldorf. Beim letzten Aufeinandertreffen am Rhein vor rund einem Jahr musste sich der FCH nach dem Gegentor durch Düsseldorfs Marcel Sobottka in der 33. Minute mit 0:1 geschlagen geben. Auch die deutliche Leistungssteigerung in Durchgang zwei bescherte der Mannschaft von Frank Schmidt nach 90 Minuten keine Punkte beim damaligen Bundesligaabsteiger. „Am Ende war es eine schlechte erste Halbzeit und eine zweite, die OK war“, resümierte der Heidenheimer Cheftrainer damals und fügte hinzu:  „Wenn man hier gewinnen will, braucht man 90 Minuten plus Nachspielzeit die richtige Einstellung.“

Der einzige Auswärtsdreier des FCH bei Fortuna Düsseldorf datiert vom 6. Februar 2016. Beim 1:0-Auswärtserfolg sorgte Robert Leipertz für den goldenen Treffer des Tages. Ähnlich wie seinerzeit gleicht die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena auch in der neuen Saison noch nicht unbedingt einer Festung. Tabellenplatz 16 steht für die Flingeraner in der Heimtabelle mit derzeit sechs Zählern zu Buche: ein Sieg, drei Unentschieden und zwei Niederlagen gab es bisher. Allerdings blieb die Mannschaft von Cheftrainer Christian Preußer, die insgesamt in der Tabelle mit 16 Punkten auf Rang 12 liegt, in den vergangenen beiden Heimspielen ungeschlagen und holte mit dem 1:1-Unentschieden gegen Hannover 96 und dem 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC dabei  vier Punkte.

In der jüngsten Länderspielpause ließ die Fortuna im Testspiel gegen Heracles Almelo gleich den nächsten Heimsieg folgen. Beim 2:1 gegen den niederländischen Erstligisten erzielten die jeweils von ihren teilweise langwierigen Verletzungen genesenen Thomas Pledl und Emmanuel Iyoha die Treffer für die Düsseldorfer. „Auf der Leistung können wir aufbauen und jetzt geht es mit voller Kraft voraus weiter in der 2. Bundesliga“, sagte Comebacker Pledl nach der Partie. „In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht und tolle Tor geschossen“, pflichtete Cheftrainer Christian Preußer bei, merkte aber auch an: „In der zweiten Halbzeit hätte ich mir ein bisschen mehr Entlastung gewünscht, aber unterm Strich haben wir die Zielsetzung erfüllt.“

Neues Gesicht auf dem Trainerstuhl

Preußer steht erst seit dieser Saison an der Seitenlinie der Flingeraner. Zuvor war der 37-Jährige fünf Jahre lang Cheftrainer der zweiten Mannschaft des SC Freiburg. In der vergangenen Saison gelang dem gebürtigen Berliner mit dem Sport-Club als Regionalligameister der Aufstieg in die 3. Liga und es folgte der Wechsel an den Rhein und damit der Sprung eine Liga nach oben. „Wir haben im Sommer viele Gespräche mit mehr als zehn Trainern geführt. Wir haben uns dann für Christian entschieden. Er passt gut zu Fortuna, weil wir unseren Weg mit den jungen Spielern haben. Dafür steht er. Er ist selbst ein junger Trainer“, sagte Fortuna-Vorstand Klaus Allofs im Oktober der „Rheinischen Post“.

Der Sportchef, seit etwas mehr als einem Jahr bei seinem Heimatverein im Amt, bezog in dem Interview auch Stellung zum Saisonziel, nämlich im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. „In der vergangenen Saison hatten wir das Ziel Aufstieg ausgegeben“, so Allofs. Und weiter: „Jetzt sind wir eine Mittelfeld-Mannschaft und haben keine Ambitionen. Das sehen die Spieler auch so, sie wollen auch nach oben. Wir brauchen positiven Druck, müssen aber nicht alles verteufeln, wenn es mal nicht nach Wunsch läuft.“

Leiten die Geschicke in Düsseldorf: Klaus Allofs (links) und Christian Preußer.

Große Verletzungssorgen

Nicht gerade nach Wunsch läuft es bei der Fortuna derzeit in Sachen Verletzungen. Mit Angreifer Dawid Kownacki (Außenbandriss im Knie), Mittelfeldspieler Shinta Appelkamp (Muskelfaserriss) und Innenverteidiger André Hoffmann (Halswirbelsäulenverletzung) fallen allein drei Stammkräfte längerfristig aus.

Vor allem die Sorge um Hoffmann war zuletzt sehr groß. Der Abwehrspieler war Anfang November im Heimspiel gegen Hannover 96 mit Gegenspieler Sebastian Ernst zusammengeprallt und konnte zunächst Hals und Kopf nicht mehr bewegen. Glücklicherweise konnten die Mediziner zeitnah Frakturen ausschließen und diagnostizierten ein schweres Trauma der Halswirbelsäule sowie eine Gehirnerschütterung. Mittlerweile hat sich Hoffmann, dem es „den Umständen entsprechend gut“ geht, auf der Fortuna-Homepage zu Wort gemeldet. „Ich freue mich, dass alle wirklich schwerwiegenden Verletzungen ausgeschlossen werden konnten“, so der 28-Jährige, dessen Ausfallzeit aber noch ungewiss ist.

Tickets für Duell Nummer elf sind erhältlich

Ungewiss ist auch der Ausgang des anstehenden Duells, wenn der FCH zum insgesamt elften Mal auf Fortuna Düsseldorf trifft. Die Gesamtbilanz spricht mit bisher fünf Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen übrigens für die Rot-Blau-Weißen. Aus FCH Sicht erinnern wir uns gerne an die vergangenen Begegnungen in der Voith-Arena. In der letzten Saison beispielsweise gewann der FCH sein Heimspiel gegen den damaligen Bundesligaabsteiger durch einen Doppelpack von Tim Kleindienst und einen Treffer von Kevin Sessa mit 3:2.

Damals im Februar 2021 waren leider noch keine Zuschauer im Stadion erlaubt. Jetzt am Freitagabend, 26. November (18:30 Uhr), könnt Ihr in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena mit dabei sein. Die Tickets für die Auswärtspartie sind in den beiden FCH Fan- und Ticketshops an der Voith-Arena bzw. in der Heidenheimer Fußgängerzone (Hauptstraße 22) erhältlich.

Beim letzten Aufeinandertreffen setzten sich der FCH und Torschütze Kevin Sessa (rechts) mit 3:2 durch.