FCH Spielerinterview

Robert Leipertz: „Wir müssen an unserer Effektivität arbeiten und geschlossener verteidigen!“

Im Interview erklärt Robert Leipertz, was die Knackpunkte bei der Niederlage zuletzt waren und an welchen Punkten der FCH nun ansetzen muss. Zudem spricht der 28-Jährige über seine Scorerqualität und Flexibilität sowie über seinen Ex-Club und kommenden Gegner Schalke 04.

Hallo „Leipi“, am vergangenen Samstag musstet Ihr auswärts beim 1. FC Nürnberg eine deutliche Niederlage hinnehmen. Was waren Deiner Meinung nach die ausschlaggebenden Punkte beim 0:4?

Die Knackpunkte waren vor allem das Tor kurz vor der Halbzeit und der Treffer direkt nach dem Seitenwechsel, als wir beim Einwurf nicht schnell genug umgeschaltet haben und dann hinten schlecht organisiert waren. Wenn du dann 0:2 hinten liegst, ist es insbesondere gegen eine defensivstarke Nürnberger Mannschaft schwer nochmal zurückzukommen.

Nach zuvor drei Siegen am Stück habt Ihr zuletzt in Nürnberg die dritte Niederlage hintereinander kassiert. Wo müsst Ihr ansetzen, um nun die Kehrtwende einzuleiten?

Wir müssen definitiv an unserer Effektivität arbeiten. Wir erspielen uns genügend Torchancen, machen aber unsere Tore nicht. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch wieder kompakter und geschlossener verteidigen, um wieder in die Spur zu kommen. Elf Gegentore in den letzten drei Spielen ist einfach zu viel.

Du selbst hast nach der vergangen Saison mit zwei Torbeteiligungen aus 23 Spielen in dieser Saison nach elf Spieltagen bereits vier Scorerpunkte gesammelt. Warum konntest Du Deiner Meinung nach diese Statistik schon zu diesem frühen Zeitpunkt verbessern?

Ich glaube, dass es auch ein Stück weit Glück ist. Vor allem zu Beginn der letzten Saison hatte ich in den ersten Spielen viele Möglichkeiten Torbeteiligungen zu sammeln, wobei entweder ich selbst die Chancen nicht in Zählbares verwandelt habe oder meine Vorlagen nicht genutzt wurden. Anders war es in diesem Jahr: Meine erste Flanke hat beispielsweise direkt zu einem Tor geführt und so laufen die Dinge manchmal einfacher zusammen.

Du bist als Rechtsaußen zum FCH gekommen, hast unter Frank Schmidt aber auch schon oft im zentralen Mittelfeld gespielt. Zeichnet Dich diese Flexibilität aus oder ist es wichtiger, Dich auf einer Position festzuspielen?

Es ist schon wichtig, auf verschiedenen Positionen einsetzbar zu sein und ich habe dabei auch keine Vorliebe, wo ich gerne aufgestellt werden möchte. Es gibt immer Spiele, in denen es seine Vor- oder Nachteile auf der jeweiligen Position gibt. Deshalb empfinde ich es definitiv als Vorteil, mehrere Positionen bekleiden zu können.

Am kommenden Freitagabend ist der FC Schalke 04 in der Voith-Arena zu Gast. Vor Deinem ersten Wechsel zum FCH hast Du eine Saison lang für die zweite Mannschaft der Gelsenkirchener gespielt, in 35 Regionallligaspielen 20 Tore sowie sieben Vorlagen verbucht und saßt einmal bei den Profis in der 1. Liga auf der Bank. Wie hast Du Deine Zeit bei S04 in Erinnerung?

Ich hatte ein wirklich schönes Jahr bei der 2. Mannschaft, das von einem Trainingslager mit den Profis gekrönt wurde. Zu ein paar Mitspieler von damals habe ich immer noch Kontakt, mit denen ich dann über die alten Zeiten lachen kann.

Nachdem Schalke 04 nach Deinen zwei Saisons beim FCH eine Rückkaufoption zog, hast Du Dich noch im selben Sommer für einen Transfer zum FC Ingolstadt entschieden. Hast Du die Entwicklung der Königsblauen in den vergangenen Jahren dennoch weiterhin verfolgt?

Man hat es natürlich mitbekommen, wie es dem Verein in der letzten Saison ergangen ist und wie schnell man vom Kampf um die internationalen Plätze in den Abstiegskampf rutschen kann. In dieser Spielzeit geht es für Schalke um den direkten Wiederaufstieg. Das ist natürlich eine ganz andere Situation als in der letzten Saison.

Der FC Schalke 04 hat im ligaweiten Vergleich den drittwertvollsten Kader der 2. Bundesliga und zudem Top-Torjäger Simon Terodde in seinen Reihen. Wie erwartest Du die Blau-Weißen am Freitag?

Mit Simon Terodde haben sie natürlich einen überragenden Abschlussstürmer in ihren Reihen, der vielleicht auch teilweise ein Stück weit unsichtbar ist, aber bei jeder gefährlichen Aktion im Strafraum da ist. Interessant wird es, wie Schalke die englische Woche aus drei Spielen in sechs Tagen wegstecken kann und ob wir aus der Frische Vorteile ziehen können.