Gegnervorstellung

Der Spitzenreiter kommt in die Voith-Arena – Ein Blick auf den FC St. Pauli

Mit 19 Punkten steht der FC St. Pauli vor dem 10. Spieltag an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Wie sich die „Kiezicker“ in den vergangenen Spielen geschlagen haben, wer die Leistungsträger sind und wie die Bilanz zwischen dem FCH und St. Pauli aussieht, erfahrt Ihr in unserer Gegnervorstellung.

In der 2. Bundesliga starteten die St. Paulianer mit zwei Siegen (3:0 Holstein Kiel und 3:2 Hamburger SV) und einem Unentschieden (0:0 Erzgebirge Aue) in die Saison 2021/22. Die Spieltage vier bis sechs brachten Cheftrainer Timo Schultz und seiner Mannschaft insgesamt nur drei Punkte ein. Gegen den SC Paderborn (3:1) und Hannover 96 (1:0) musste man sich geschlagen geben, zu Hause gegen Regensburg gab es einen 2:0-Heimsieg.

In den vergangenen drei Spielen konnte der FC St. Pauli mit insgesamt neun Punkten und einem Torverhältnis von 10:2 (4:1 FC Ingolstadt; 3:1 Karlsruher SC; 3:0 Dynamo Dresden) überzeugen und sich an der Tabellenspitze absetzen.

Beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden war es Christopher Buchtmann, welcher nach nur wenigen Sekunden mit seinem Tor den Heimsieg für die „Kiezkicker“ einleitete. Mit der 1:0-Führung im Rücken war St. Pauli in der ersten Halbzeit spielbestimmend und hätte durch Guido Burgstaller in der 21. sowie in der 40. Minute auf 2:0 erhöhen können – SGD-Torwart Kevin Broll parierte allerdings zweimal gut und hielt seine Dresdner im Spiel.

In der zweiten Halbzeit zog sich St. Pauli ein wenig zurück und ließ die Dresdner kommen. Dynamo konnte aus den Offensivbemühungen allerdings kein Kapital schlagen und in der 73. Spielminute brachte ein verwandelter Strafstoß von Guido Burgstaller die 2:0-Führung und somit die Vorentscheidung. In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte der 18-jährige Marcel Beifus den 3:0-Endstand.

Guido Burgstaller erzielte bgeim 3:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden die vorzeitige 2:0-Führung vom Punkt.

„Es war ein hochverdienter Sieg für uns – mit einem Traumstart, der uns absolut in die Karten gespielt hat. Den Ball hat ‚Buchti‘ super getroffen. Der weitere Spielverlauf ist dann sehr dominant gewesen“, erklärte FCSP-Cheftrainer Timo Schultz nach dem fünften Heimsieg im fünften Heimspiel und fügte hinzu: „Die Jungs wollten immer nach vorne spielen und waren hinten immer griffig, gerade in Phasen mit Ballverlusten. Nach neun Spielen haben wir nur acht Gegentore. Das zeigt, dass wir als Mannschaft vieles besser machen als noch in der letzten Saison.“

Damals hatten die Hamburger mit 47 Punkten am Ende Rang 10 belegt. Besonders auffällig dabei: Rangierten die Braun-Weißen in der Hinrundentabelle noch auf Platz 15, kletterten sie in der Rückrunde auf Rang 4.

Testspiel zur Eröffnung des Europa-Park-Stadions

Während der jüngsten Länderspielpause war der FC St. Pauli zu einem Testspiel beim Bundesligisten SC Freiburg zu Gast. Für die Freiburger stand dieses Testspiel unter einem besonderen Motto, es war nämlich das erste Spiel im neuen Stadion des Sport-Clubs. Vor 15.000 Zuschauern im neuen Europa-Park-Stadion gab es erst ein Eröffnungsfeuerwerk, ehe Vincenzo Grifo das nächste sprichwörtliche Feuerwerk zündete – zwei Grifo-Tore in elf Minuten sorgten für die 2:0-Führung des SC gegen den FC St. Pauli.

Der FC St. Pauli (weiße Trikots) war zu Gast bei der Eröffnung des neuen Freiburger Stadions.

In der 67. Spielminute erzielte Nishan Burkart den dritten Treffer der Partie und erhöhte auf 3:0 für den SCF. Bis zum Abpfiff blieb es beim 3:0. "Es ist kein gutes Ergebnis, ich hätte hier gerne schon was mitgenommen", stellt St. Paulis Cheftrainer Timo Schultz nach dem Testspiel klar.

Timo Schultz‘ Startelf-Dauerbrenner

Folgende Spieler des FCSP konnten in dieser Saison bislang besonders auf sich aufmerksam machen: Zwischen den Pfosten absolvierte Nikola Vasilj, Neuzugang von Zorya Lugansk (1. ukrainische Liga), alle neun Zweitligapartien von Beginn an. Der 25-jährige Torwart konnte bereits viermal zu Null spielen und musste nur acht Gegentore hinnehmen. Eine Reihe weiter fielen Leart Paqarada, Neuzugang Jakov Medic und Luca Zander besonders auf. Paqarada konnte in neun Partien bislang drei Scorerpunkte sammeln. Der Innenverteidiger Medic stand ebenfalls neunmal von Beginn an auf dem Platz und steuerte zwei Torvorlagen bei. Luca Zander erzielte in sechs Spielen einen Treffer.

Im Mittelfeld sind im Regelfall Finn Ole Becker (aktuell verletzt), Marcel Hartel und Daniel-Kofi Kyereh gesetzt. Der 21-jährige Becker konnte in sechs Partien bislang ein Tor erzielen und drei Tore vorbereiten. Marcel Hartel, Neuzugang von Arminia Bielefeld, absolvierte sieben Spiele von Beginn an und bereitete ein Tor vor. Kyereh stand in jeder Partie in der Startelf und hat im Schnitt in jedem Spiel einen Scorerpunkt erzielt (zwei Tore und sieben Vorlagen).

Marcel Hartel (links) und Daniel-Kofi Kyereh (rechts) kommen auf insgesamt zwei Tore und acht Vorlagen.

Im Angriff blüht der Österreicher Guido Burgstaller wieder richtig auf. Nachdem er in der vergangenen Saison in 22 Spielen bereits 14 Scorerpunkte (zehn Tore und vier Vorlagen) sammelte, sind es in dieser Spielzeit bereits sieben Tore und zwei Vorlagen in nur neun Spielen.

Zahlreiche Aufeinandertreffen seit 2014

Seit sieben Jahren treffen der 1. FC Heidenheim 1846 und der FC St. Pauli regelmäßig aufeinander. Die erste Begegnung zwischen den beiden Zweitligavereinen wurde im November 2014 ausgespielt. Damals trafen der "doppelte" Florian Niederlechner und Robert Leipertz für die Mannschaft von Frank Schmidt und sorgten somit für einen 3:0-Auswärtssieg am Millerntor.

In den Jahren danach waren die Partien oftmals ausgeglichen und zu Beginn der Saison 2020/21 konnte der FCH eine positive Bilanz von sieben Siegen, drei Niederlagen und zwei Unentschieden vorweisen. In der vergangenen Spielzeit waren es vor allem zwei torreiche Spiele, die allerdings beide das bessere Ende für St. Pauli nahmen. In der Hinrunde gab es ein 4:2-Heimsieg für die „Kiezkicker“ und in der Rückrunde sorgte ein später Treffer von Rodrigo Zalazar für den 4:3-Auswärtssieg der Norddeutschen in der Voith-Arena.

Jan Schöppner im Duell mit Daniel-Kofi Kyereh vom FC St. Pauli.

Am kommenden Samstag (13:30 Uhr) ist nun der Spitzenreiter beim Tabellensechsten zu Gast. In einer bislang sehr engen Tabellenkonstellation trennen die Rot-Blau-Weißen und den FC St. Pauli nur vier Punkte. Wie immer zählt die Mannschaft von Frank Schmidt ganz besonders auf Euch und Eure lautstarke Unterstützung beim nächsten Heimspiel in der Voith-Arena. Tickets für die Partie gegen den FC St. Pauli gibt es nach wie vor hier!

Beim bisher letzten Heimspiel gegen den FC St. Pauli stand es lange 3:3. Am Ende aber musste der FCH noch eine knappe 3:4-Niederlage hinnehmen.