FCH Spielerinterview

„Wir werden wieder selbstbewusst auftreten“ – Jan Schöppner im Interview

Jan Schöppner verrät im Interview, welche Rolle der kommende Gegner FC St. Pauli bei seiner bisherigen persönlichen Entwicklung beim 1. FC Heidenheim 1846 gespielt hat. Außerdem erklärt der 22-jährige Mittelfeldspieler, wie die „Rückendeckung“ der FCH Fans in der Voith-Arena das Spiel verändert.

Hallo „Schöppi“, in der zurückliegenden Länderspielpause habt Ihr ein Testspiel bei der SpVgg Greuther Fürth absolviert. Welche Erkenntnisse konntet Ihr aus der Partie gegen den Bundesligisten ziehen?

Wir sind das Testspiel letzte Woche angegangen wie ein Pflichtspiel. Wir wollen sowieso immer jede Partie gewinnen, was uns in Fürth mit 3:2 auch gelungen ist. Man konnte bei dem Duell mit dem Bundesligisten sehen, wie viel Qualität wir in der Breite unseres Kaders haben.

In der Länderspielpause gewannen der FCH und "Schöppi" beim Erstligisten Fürth mit 3:2.

Jetzt am Samstag kommt mit dem FC St. Pauli der Tabellenführer in die Voith-Arena. Das letzte Aufeinandertreffen hier gegen die Braun-Weißen ging zwar knapp verloren, für Dich war die Partie aber in gewisser Weise besonders. Klär uns doch bitte mal auf.

Das letzte Heimspiel gegen den FC St. Pauli war für mich persönlich der Wendepunkt. Ich wurde zur Halbzeit eingewechselt und habe sofort versucht, alles zu geben. Auch wenn wir die Begegnung am Ende leider knapp mit 3:4 verloren haben, bin ich gut ins Spiel reingekommen und konnte so weit überzeugen, dass ich in den folgenden Partien mehr Spielzeit als zuvor bekommen habe.

Für "Schöppi" war die letzte Begegnung mit dem FC St. Pauli "der Wendepunkt" und brachte ihm in den Folgepartien mehr Spielzeit ein als zuvor.

Seither hat der FCH 24 Pflichtspiele bestritten und 21-mal standest Du davon in der Startelf. Wie beurteilst Du Deine persönliche Entwicklung nach jetzt knapp eineinhalb Jahren in Heidenheim?

Es ist natürlich sehr erfreulich, dass ich seither so viel Spielzeit sammeln konnte. Die Spielpraxis ist enorm wichtig, aber parallel kann man sich auch über das Training sehr gut weiterentwickeln. Ich konnte und kann viel von meinen Mitspielern lernen. Wir geben alle jeden Tag Vollgas im Training und entwickeln uns so als Kollektiv kontinuierlich weiter.

Ein aktuell eher seltenes Bild: "Schöppi" erhält letzte Anweisungen vor seiner Einwechslung. Bei der Mehrzahl seiner Einsätze stand der 22-Jährige in der Startelf des FCH.

Worauf wird es dieses Mal gegen den FC St. Pauli ankommen und was macht die Mannschaft von Timo Schultz so stark, dass sie am vergangenen Spieltag sogar bis an die Tabellenspitze geklettert ist?

Der FC St. Pauli ist eine Top-Mannschaft. Sie haben in der vergangenen Saison schon eine super Rückrunde gespielt und befinden sich auch in der Jahrestabelle 2021 auf Platz 1. Jetzt im Sommer konnten sie ihre personellen Abgänge gut kompensieren. Das macht sie so stark und deswegen sind sie auch wieder gut in die neue Saison gekommen.

FCSP-Cheftrainer Timo Schultz hat momentan allen Grund zu lachen: Der FC St. Pauli ist "gut in die neue Saison gekommen", wie auch Jan Schöppner findet, und steht damit aktuell auf Platz 1 in der Tabelle.

Das zurückliegende Heimspiel gegen den FC St. Pauli musste noch vor leeren Rängen in der Voith-Arena stattfinden, jetzt am Samstag sind wieder Zuschauer erlaubt. Wie verändert das die Atmosphäre im Stadion und wie wirkt sie sich auf das Spiel aus?

Aus den vergangenen vier Spielen konnten wir neun Punkte holen. Zu Hause in der Voith-Arena sind wir außerdem noch ungeschlagen. Dementsprechend selbstbewusst werden wir auch wieder auftreten. Die Fans tragen uns dabei immer mit. Es ist unglaublich schön, wieder vor Zuschauern im Stadion spielen zu dürfen – gerade zu Hause. Die FCH Fans geben uns Rückendeckung und verändern unser Spiel zum Positiven. Durch die tolle Unterstützung der Fans im Rücken können wir Spieler auf dem Rasen nochmal ein paar Prozentpunkte mehr herausholen.

Jan Schöppner und seine Teamkollegen können endlich wieder mit den Fans im Rücken jubeln.

FCH Cheftrainer Frank Schmidt hat vor kurzem seinen Vertrag bis zum Ende der Saison 2026/27 verlängert. Mit Ablauf seines neuen Vertrages wäre er damit 20 Jahre im Amt. Welches Signal sendet seine Vertragsverlängerung an die Mannschaft?

Wir Spieler sehen dadurch natürlich einmal mehr, dass er weiter Spaß daran hat, mit der Mannschaft zu arbeiten, und dass er weiter hungrig ist. Frank Schmidt und sein Trainerteam sind nie zufrieden und ruhen sich nie aus, sondern haben immer neue Ziele. Das vermittelt Frank Schmidt auch an die Mannschaft, was uns zusätzlich motiviert.

Frank Schmidts Vertragsverlängerung löste nicht nur bei den Fans, sondern auch bei Jan Schöppner Begeisterung aus.