Ausblick

Das Wiedersehen mit Werder Bremen steht bevor

Für den 1. FC Heidenheim 1846 geht es am Freitag, 1. Oktober (18:30 Uhr), auswärts zum SV Werder Bremen. Den Rot-Blau-Weißen ist der Gegner natürlich noch gut aus der Relegation 2020 bekannt. Nun steht das erste Zweitliga-Duell zwischen beiden Teams an. Wir blicken auf den SV Werder.

Vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV stand Werder Bremen mit elf Punkten auf dem 3. Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Gegen Fortuna Düsseldorf, Hansa Rostock und den FC Ingolstadt hatten die Grün-Weißen zuvor jeweils dreifach gepunktet. Gegen Hannover 96 und den Karlsruher SC gab es beide Male eine Punkteteilung und gegen den SC Paderborn eine 4:1-Niederlage.

Am vergangenen Spieltag stand für Werder Bremen vor heimischer Kulisse dann das prestigeträchtige Nordderby gegen den Hamburger SV an. Die Partie im Wohninvest Weserstadion begann rasant mit einem sehr frühen Tor der Hamburger durch den früheren FCH Profi Robert Glatzel und einer Gelben Karte für den Werder-Kapitän Christian Groß. Diese Verwarnung für Groß rückte in der 31. Spielminute nochmals in den Vordergrund, da der Mittelfeldspieler HSV-Torwart Heuer Fernandes abgrätschte und daraufhin von Schiedsrichter Sascha Stegemann mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde.

Mit einem Mann weniger fanden die Bremer kurioserweise besser ins Spiel und Hamburgs Sebastian Schonlau musste Werder-Angreifer Marvin Ducksch in einem kniffligen Zweikampf im HSV-Strafraum stoppen – kein Elfmeter für Werder! In der 42. Spielminute war es erneut Ducksch, der diesmal einen Freistoß sehenswert über die Mauer und in das Kreuzeck zirkelte. Nach kurzen Protesten der Hamburger-Hintermannschaft nahm Stegemann das Tor allerdings zurück, da der Bremer Mitchel Weiser zu nah an der Hamburger Mauer stand, was seit zwei Jahren einer Regelwidrigkeit entspricht. Nur drei Minuten später war es dann wieder der HSV in Person von Moritz Heyer, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0 erzielte.

In der zweiten Halbzeit gab es nicht nur sechs der insgesamt neun Gelben Karten zu sehen , sondern auch die zweite Gelb-Rote Karte. Nur sieben Minuten nach Anpfiff stellte sich HSV-Kapitän Sebastian Schonlau Romano Schmid in den Weg und musste somit mit der Ampelkarte den Platz verlassen. Mit der Einwechslung von Niklas Füllkrug kam Bremen zu einigen Chancen. Der eingewechselte Werder-Stürmer hatte innerhalb von 20 Minuten vier hochprozentige Tormöglichkeiten. Auch Romano Schmid und Milos Veljkovic verbuchten Chancen, um zu verkürzen oder gar den Ausgleich zu machen. Letztendlich endete das Nordderby mit zwei HSV-Toren, vielen ungenutzten Bremer Chancen und vielen Gelben und sogar zwei Gelb-Roten Karten mit einem 2:0-Auswärtssieg für den Hamburger SV.

Im Nordderby mussten sich die Bremer im eigenen Stadion gegen den Hamburger SV mit 0:2 geschlagen geben.

Werder Bremens „Anfang“ in der 2. Bundesliga

In der vergangenen Saison war Florian Kohfeldt an 33 von 34 Spieltagen in der 1. Bundesliga an der Bremer-Seitenlinie gestanden. Kohfeldt, welcher bereits die Bremer Jugend und die zweite Mannschaft von Werder trainiert hatte, war seit November 2017 Cheftrainer der Grün-Weißen. Somit war der gebürtige Siegener ungefähr dreieinhalb Spielzeiten an der Seitenlinie des ehemaligen Bundesligisten gestanden, ehe er vor dem 34. Spieltag der Saison 2020/21 durch Thomas Schaaf ersetzt wurde. Schaaf konnte den Direktabstieg des Traditionsvereins allerdings auch nicht mehr verhindern.

Zur neuen Saison 2021/22 haben die Bremer Markus Anfang vom SV Darmstadt 98 als neuen Cheftrainer verpflichtet, welcher bei den „Lilien“ durchschnittlich 1,54 Punkte pro Spiel gesammelt hatte. Davor war Anfang beim 1. FC Köln und Holstein Kiel Cheftrainer. Mit dem SV Werder Bremen hat der gebürtige Kölner bislang drei Spiele gewonnen, zweimal Unentschieden gespielt und dreimal verloren. Aktuell stehen die Bremer unter ihrem neuen Cheftrainer Markus Anfang mit elf Punkten auf dem 8. Tabellenplatz.

Markus Anfang ist seit der Saison 2021/22 Bremens neuer Cheftrainer.

Das erste Ligaduell steht an

Obwohl Werder Bremen und der 1. FC Heidenheim 1846 erst in dieser Saison das erste Mal in der gleichen Liga spielen, gab es bereits vier Begegnungen zwischen den beiden Mannschaften.

Das erste Duell liegt bereits zehn Jahre zurück. In der Saison 2011/12 war Werder Bremen in der 1. Runde des DFB-Pokals in der Voith-Arena zu Gast. In der ersten Halbzeit gingen die Bremer durch Markus Rosenberg mit 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte konnte der damalige FCH Torwart Frank Lehmann einen Handelfmeter von Marko Marin parieren und danach folgte binnen zwei Minuten der Doppelschlag durch Christian Sauter und Marc Schnatterer zum sensationellen 2:1-Sieg des FCH gegen Werder Bremen.

Die Duelle zwei bis vier fanden alle in der Spielzeiten 2019/20 statt und sind vielen FCH Fans noch in Erinnerung. Zuerst war der FCH in der 2. Runde des DFB-Pokals auswärts im Wohninvest Weserstadion gefragt. Nach knapp 20 Minuten lag die Mannschaft von Frank Schmidt bereits mit 0:3 zurück. Die Partie endete mit 4:1 für Bremen.

Zum Ende der Saison standen sich die beiden Teams in der Bundesliga-Relegation gegenüber. Im Hinspiel waren die Rot-Blau-Weißen auswärts gefordert und erreichten beim damaligen Bundesligisten ein 0:0 nach 90 Minuten. Das Rückspiel endete erneut Unentschieden, allerdings nicht torlos und somit konnte sich Werder Bremen als Bundesligist in der höchsten deutschen Spielklasse halten. Die Begegnung endete 2:2, aufgrund der Auswärtstorregel gab es keine Verlängerung und der FCH verpasste den Aufstieg in die Bundesliga denkbar knapp.

Am Freitag, 1. Oktober, um 18:30 Uhr wird es erneut keine Verlängerung geben, weil der 1. FC Heidenheim 1846 zum ersten Mal im Ligabetrieb auf den SV Werder Bremen trifft. Wir sind jetzt schon gespannt, wie sich der FCH beim langjährigen Bundesligisten und viermaligen Deutschen Meister schlagen wird!