Rückblick Dynamo Dresden

Zum 13. Mal heißt es „FCH gegen Dynamo Dresden“

Wenn der 1. FC Heidenheim 1846 die SG Dynamo Dresden am kommenden Sonntag in der Voith-Arena empfängt, treffen beide Mannschaften bereits zum 13. Mal aufeinander. Wie sieht die bisherige Bilanz aus? Ein Blick in die jüngere Geschichte der 2. und 3. Liga und die bisherigen Duelle zwischen dem FCH und der SGD.

Das erste Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Heidenheim 1846 und der SG Dynamo Dresden überhaupt ist bis heute das torreichste zwischen beiden Mannschaften. Ende November 2009 kreuzten sich am 18. Spieltag der Drittliga-Saison 2009/10 erstmals die Klingen von Rot-Blau-Weiß und Schwarz-Gelb. Am Ende gab es für die knapp 12.000 Zuschauer im damaligen Glücksgas Stadion zu Dresden (heute Rudolf-Harbig-Stadion) sieben Tore zu sehen – leider mit dem besseren Ausgang für die Gastgeber.

Bereits nach fünf Spielminuten brachte Halil Savran Dynamo Dresden in Führung, ehe Patrick Mayer und Andreas Spann die Partie zwischenzeitlich mit 2:1 zugunsten des FCH drehen konnte. Doch Dynamo Dresden antwortete mit einem Treffer von Volker Oppitz sowie zwei weiteren Savran-Toren zum zwischenzeitlichen 4:2. Ein weiterer FCH Treffer von Mayer fiel erst kurz vor Schluss, wodurch Dynamo den Platz als Sieger verlassen konnte.

Heidenheimer Heimsiege

Doch die Revanche des FCH sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Beim ersten Aufeinandertreffen in Heidenheim gewann die Mannschaft von Cheftrainer Frank Schmidt, der alle bisherigen Duelle gegen Dynamo als Heidenheimer Cheftrainer erlebt hat, mit 3:0. Erneut hießen die Torschützen Andreas Spann mit einem Doppelpack und Patrick Mayer.

Andreas Spann (links) und Patrick Mayer (rechts) sorgten mit ihren Tore für den ersten Heimsieg im ersten Heimspiel gegen Dynamo Dresden.

Auch das folgende Duell in der Drittliga-Saison 2010/11 auf dem Schlossberg ging mit 3:0 an den 1. FC Heidenheim 1846. Patrick Mayer erzielte im dritten Aufeinandertreffen bereits seine Treffer Nummer vier und fünf gegen die Sachsen, zudem traf auch Marc Schnatterer.  

Es folgte ein torloses Unentschieden im März 2011, mittlerweile vor mehr als 22.000 Zuschauern in Dresden.

Wiedersehen erst 2016

Bis zum nächsten Aufeinandertreffen zwischen dem FCH und Dynamo Dresden sollten mehr als fünf Jahre vergehen. Denn zunächst verpasste man sich in Liga zwei mehrere Jahre hintereinander. Während Dynamo in den Spielzeiten 2011/12 bis 2013/14 in der 2. Bundesliga spielte, stieg der FCH erst zur Saison 2014/15 in die zweithöchste deutsche Spielklasse auf. Folglich duellierten sich beide Mannschaften erstmals erst wieder nach dem Wiederaufstieg Dynamos zur Saison 2016/17.

Doch auch das erste Duell in der 2. Bundesliga endete mit einem torlosen 0:0. Aus dem heutigen FCH Kader standen seinerzeit bereits Schlussmann Kevin Müller, Defensivspieler Norman Theuerkauf und Angreifer Denis Thomalla auf dem Platz. Stürmer Tim Kleindienst dagegen, damals während seiner ersten FCH Zeit vom SC Freiburg nach Heidenheim ausgeliehen, verpasste die Partie aufgrund eines Innenbandanrisses im Knie.

In der Rückrunde sah der FCH lange wie der Sieger aus, verpasste aber nach Griesbecks Führung aufgrund zweier später Gegentore von Erich Berko und Stefan Kutschke den ersten Sieg in Dresden.

Sebastian Griesbecks Führungstreffer reichte leider nicht für den Auswärtssieg bei Dynamo Dresden.

Der FCH hat sich für den ersten Sieg in Dresden „zerrissen“

Nach zwei Niederlagen des FCH in der Saison 2017/18 (0:2 und 2:3) gab es für die Rot-Blau-Weißen in der Spielzeit 2018/19 erstmals einen Sieg in der sächsischen Landeshauptstadt zu bejubeln. Ein Doppelpack von Marc Schnatterer sowie ein Treffer von Nikola Dovedan sorgten für den 3:1-Endstand am 3. Spieltag.

„Ich war jetzt schon ein paar Mal mit Heidenheim in Dresden und bin nun sehr froh und glücklich, das wir hier erstmals gewonnen haben“, sagte Frank Schmidt damals, dessen Mannschaft sich im Dresdner Hexenkessel „von der ersten bis zur letzten Sekunde zerrissen“ habe. Torschütze Dovedan pflichtete bei: „Es war heute Dampf im Kessel, gerade nach dem 1:2-Anschlusstreffer waren die Zuschauer von Dresden richtig da. Umso wichtiger war für uns, gleich die passende Antwort darauf zu geben.“

Dresdner Hexenkessel: Hier wird Nikola Dovedan von Haris Duljevic gefoult.

Die passende Antwort auf die Offensivbemühungen der Dresdner hatte der FCH auch in der Rückrunde parat. Mit 1:0 gewannen die Rot-Blau-Weißen gegen die damals von Christian Fièl trainierten Dresdner, erneut hieß der Heidenheimer Torschütze Nikola Dovedan.

Im Fokus stand beim Heimsieg in der Voith-Arena Anfang Februar 2019 aber auch einmal mehr die starke Hintermannschaft des FCH. „Wir haben zu null gespielt und darüber kann man als Defensivspieler sehr zufrieden sein“, analysierte Patrick Mainka, damals als Innenverteidiger 90 Minuten auf dem Platz und seit der aktuellen Saison neuer FCH Kapitän, nach der Partie.

Nur ein Punkt in der Saison 2019/20

In der folgenden Saison allerdings sollte die Punkteausbeute des FCH gegen die SG Dynamo deutlich magerer ausfallen. Am 3. Spieltag der Saison 2019/20, die für den FCH mit der Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga und für Dresden mit dem erneuten Abstieg in Liga drei enden sollte, gingen die Rot-Blau-Weißen bei hochsommerlichen Temperaturen in Dresden als Verlierer vom Platz.

Denn den schwarz-gelben Toren von Patrick Ebert und Alexander Jeremejeff hatte der FCH mit Denis Thomallas Anschlusstreffer vom Punkt eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit zu wenig entgegenzusetzen. Damals stand Neuzugang Oliver Hüsing, von Hansa Rostock kommend, erstmals in der Startelf des FCH, musste nach Spielende aber deutliche Worte finden: „Wir haben hochverdient verloren."

Seinerzeit übrigens ebenfalls auf dem Platz, allerdings noch im Trikot von Dynamo Dresden: Dženis Burnić, damals von Borussia Dortmund an Dynamo Dresden ausgeliehen. Seit der vergangenen Spielzeit gehört "Django" dem Kader des FCH an.

Dženis Burnić (rechts), damals noch im Dresden-Trikot, im Zweikampf mit Robert Leipertz.

„Leidenschaftlich und aggressiv“

In der Rückrunde erwarteten den FCH und Cheftrainer Frank Schmidt „leidenschaftliche und aggressive“ Dresdner, die bereits mitten im Abstiegskampf steckten. Entsprechend entwickelte sich im winterlichen Heidenheim das erwartet umkämpfte Spiel, das am Ende und bereits zum dritten Mal zwischen beiden Mannschaften ohne Tore bleiben sollte.

Sollte es am kommenden Sonntag in der Voith-Arena Tore geben und sollte der FCH mindestens einen Treffer mehr erzielen als der Gegner, dann würden die Rot-Blau-Weißen mit Dresden in der Gesamtbilanz gleichziehen. Denn in bislang zwölf Duellen ging Dynamo fünfmal als Sieger vom Platz, der FCH viermal und dreimal wurden die Punkte geteilt. Das Torverhältnis spricht mit 17:14 aber bereits für den 1. FC Heidenheim 1846.

Wir hätten nichts dagegen, wenn am Sonntag weitere rot-blau-weiße Treffer dazukämen!