Trainer-Interview Frank Schmidt

Frank Schmidt: "Weiter an einem guten Saisonstart arbeiten!"

Im Interview spricht FCH Cheftrainer Frank Schmidt über das Ausscheiden im DFB-Pokal bei Hansa Rostock und richtet dabei schon wieder den Fokus auf das direkt folgende Zweitliga-Duell am Sonntag mit den Norddeutschen.

Frank, wie blickst du mit ein paar Tagen Abstand auf diesen echten Pokal-Fight am vergangenen Sonntag in Rostock zurück, den Hansa Rostock in der letzten Minute der Verlängerung noch für sich entscheiden konnte?

„Im DFB-Pokal zählt nur das Weiterkommen. Es war bitter für uns, dass wir mit einer guten Auswärtsleistung ausgeschieden sind. Wir haben es nach der 1:0-Führung leider nicht geschafft, unseren Vorsprung auszubauen. Dass dem Ausgleichstreffer in der zweiten Halbzeit ein Foulspiel an Jonas Föhrenbach vorausgegangen war, macht es natürlich besonders ärgerlich. Trotzdem waren wir bis zum Ende der regulären Spielzeit am Drücker und hatten aussichtsreiche Möglichkeiten. Auch nach dem Rückstand in der Verlängerung sind wir durch das 2:2 nochmals zurückgekommen und haben Moral bewiesen. Der Treffer zum 2:3-Endstand hätte jedoch so nicht fallen dürfen, da waren wir nach einem unnötigen Ballverlust zu ungeordnet. Natürlich wäre ein Elfmeterschießen auch eine enge Entscheidung gewesen, aber das hätten wir an diesem Abend mindestens verdient gehabt.“

Frank Schmidt: "Im DFB-Pokal zählt nur das Weiterkommen."

Die Analyse des Spiels ist in diesem Fall gleichzeitig auch schon die Vorbereitung auf den nächsten Gegner in der 2. Liga am Sonntag, der kurioserweise wieder Hansa Rostock heißt. Ist die Herangehensweise dabei ähnlich wie zuletzt auswärts?

„Natürlich machen wir uns aus der Analyse des DFB-Pokal-Spiels heraus Gedanken und werden an der einen oder anderen Stellschraube drehen. Wir werden die Partie aber ähnlich angehen, weil wir es über weite Strecken auswärts schon gut gemacht haben und der schnellen Rostocker Offensive weitgehend das Tempo aus dem Spiel genommen haben. Nach der Niederlage im DFB-Pokal wollen wir in diesem "Rückspiel" jetzt drei Punkte in der Meisterschaft zu Hause einfahren und damit weiter an einem erfolgreichen Saisonstart arbeiten! Insbesondere wenn du eine Woche vorher erst gegen den gleichen Gegner verloren hast, willst du das natürlich sofort wieder gerade rücken. Das ist unsere Marschroute für Sonntag.“

Frank Schmidt möchte im "Rückspiel" mit seiner Mannschaft die drei Punkte in der Voith-Arena einfahren.

Hinter deiner Mannschaft liegen die ersten drei Saisonspiele, jeweils waren endlich auch wieder Zuschauer in den Stadien zugelassen. Das kann die Spiele beeinflussen, oder?

„Ja, die Atmosphäre im Ostseestadion etwa war außergewöhnlich stimmungsvoll. Die Zuschauer waren dort ein wichtiger Faktor in diesem K.O.-Duell. Auch am Sonntag rechnen wir mit vielen Rostocker Anhängern, aber in der Voith-Arena zählen wir natürlich auf unsere Fans und unsere Heimstärke. Wir hoffen, dass möglichst viele FCH Fans, nach der langen Zeit der Geisterspiele, die besondere Stimmung im Stadion erleben wollen und unsere Mannschaft dabei möglichst lautstark nach vorne peitschen!“

Frank Schmidt: "Wir hoffen, dass die Fans unsere Mannschaft lautstark nach vorne peitschen."

0:0, 2:1 und 2:3 nach Verlängerung lauteten die Ergebnisse der ersten drei Partien aus Sicht des FCH. Ein weiterer Beleg dafür, wie eng es in der wahrscheinlich stärksten 2. Liga aller Zeiten zugeht?

„Nein, es ist für mich keine große Überraschung, dass es in der 2. Liga in jedem Spiel eng zugeht. Das war in der Vergangenheit der Fall und ist auch in dieser Spielzeit wieder so. Du musst über 90 Minuten, inklusive Nachspielzeit, an dein Leistungsmaximum gehen und in den entscheidenden Phasen die besseren Argumente auf den Platz bringen. Das ist uns in Rostock leider nicht gelungen und das wollen wir jetzt dementsprechend korrigieren.“

Beim Heimspiel gegen Rostock soll das Leistungsmaximum abgerufen werden.