15. Februar 2017

Das war schon ein Paukenschlag, als beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Schwabenteams in einem Pflichtspiel am 9. September 2016 der FCH gleich mal drei Punkte aus der Mercedes-Benz-Arena mitnahm und dem großen Aufstiegsfavoriten zunächst einmal eindrucksvoll Paroli bieten konnte. Nicht unverdient hieß es am Ende 2:1 für den FCH durch zwei Tore von John Verhoek und unserem Joker Tim Skarke, während der VfB eben nur einen Treffer von Toni Sunjic zustande brachte.

 

Inzwischen scheinen sich die Stuttgarter unter ihrem neuen Trainer Hannes Wolf aber gefangen zu haben. Zwar gab es in der Folge noch weitere Niederlagen in Dresden sowie zu Hause gegen Hannover und bei den Würzburger Kickers, mit zuletzt drei siegreichen Partien jedoch hat sich der VfB souverän an die Tabellenspitze der Liga vorgearbeitet, die er mit jetzt 41 Punkten nach 20 Spieltagen anführt. Zurück ins Oberhaus des deutschen Fußballs ist natürlich das erklärte Ziel des Traditionsvereins, der immerhin eine ganze Reihe von Erfolgen aufzuweisen hat. In seiner Vereinsgeschichte von einer Ausnahme abgesehen schon immer erstklassig, war der VfB drei Mal deutscher Pokalsieger, Gründungsmitglied der Bundesliga und insgesamt fünf Mal deutscher Fußballmeister. Zwei Mal bereits in den 1950er-Jahren und dann 1984, 1992 und zuletzt unter ihrem Trainer Armin Veh in der Saison 2006/07.

 

Und immer waren diese Erfolge auch mit klingenden Namen im deutschen Fußball verbunden. Waren das in den 1950er Jahren noch Robert Schlienz oder Karl Barufka, so haben sich in den späteren Jahrzehnten Spielerpersönlichkeiten wie Hansi Müller, Karlheinz und Bernd Förster, Karl Allgöwer oder Dieter Hoeneß beim VfB Stuttgart einen Namen gemacht. Auch Guido Buchwald, Jürgen Klinsmann, Matthias Sammer und das „Magische Dreieck“ mit Krassimir Balakow, Giovane Elber und Fredi Bobic gehören dazu, ebenso wie Mario Gomez, Andreas Hinkel, Serdar Tasci oder Sami Khedira.

 

Aktuell kann Hannes Wolf mit solch klingenden Namen noch nicht aufwarten. Er hatte vielmehr das Problem, nach den Abgängen einiger bisheriger Leistungsträger wie Martin Harnik, Daniel Didavi, Timo Werner oder Filip Kostic die Mannschaft neu zu formen. Mit den erfolgversprechenden Neuverpflichtungen von Akteuren wie Simon Terodde, Jean Zimmer, Tobias Werner, Takuma Asano oder Carlos Mané zu Beginn der Saison und weiteren vier Neuen in der Winterpause dürfte ihm der ersehnte Wiederaufstieg wohl jedoch gelingen. Warten wir ab, welche Tendenz sich am Freitagabend in der Voith-Arena zeigen wird.