FCH Kapitän Marc Schnatterer im Zweikampfduell mit Braunschweigs Quirin Moll am Freitagabend im Eintracht-Stadion.


17. März 2017

25. Spieltag: Die FCH Profis unterliegen am Freitagabend bei Eintracht Braunschweig in der Nachspielzeit

 

In einer rassigen Zweitligabegegnung liegt der 1. FC Heidenheim 1846 beim Aufstiegskandidaten gleich zweimal nicht unverdient in Front, gibt diese Führung aber jeweils zu leichtfertig aus der Hand und steht am Ende enttäuscht mit leeren Händen da. Ken Reichel traf in der 92. Minute per Sonntagsschuss vor 20.000 Zuschauern zum 3:2-Endstand für die Gastgeber.

 

Frank Schmidt veränderte seine Startformation im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Kaiserslautern auf einer Position: Denis Thomalla stand für den angeschlagenen Tim Kleindienst auf dem Platz. Das Spiel im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße begann mit einem Paukenschlag im positiven Sinne: Kaum war angepfiffen, kam Marc Schnatterer an den Ball, ließ zwei Braunschweiger clever stehen und zog knapp hinter der Strafraumgrenze ab. Der Ball schlug im linken unteren Eck ein und brachte den FCH schon nach drei Minuten in Führung!

 

Der FCH kontrollierte zunächst das Geschehen, ehe die Niedersachsen sich vom frühen Rückstand erholt hatten und den Druck auf das Heidenheimer Gehäuse erhöhten. Valsvik (11.) köpfte knapp am Pfosten vorbei.  Der BTSV hatte im weiteren Spielverlauf langsam aber sicher mehr Ballbesitz und versuchte sich immer wieder durch die bis dahin gut stehende Verteidigung des FCH zu kombinieren. Der FCH blieb nach vorne aber ebenfalls gefährlich: Denn in der 24. Minute hätte die frühe Führung durchaus ausgebaut werden können, doch Schnatterers Schuss konnte von Eintracht-Schlussmann Jasmin Fejzic entschärft werden. Hingegen kamen die Hausherren nach gut einer halben Stunde zum Ausgleich. Nach einem Eckball kam kein FCH Spieler mehr ans Spielgerät und Mirko Boland  (33.) brachte den Ball, mit Hilfe der Latten-Unterkante und dem Pfosten, zum 1:1 in den Maschen unter. 

 

Nach dem Seitenwechsel suchten beide Mannschaften schnell wieder den Weg nach vorne. Der FCH kam zu einigen Möglichkeiten, wie durch Kapitän Marc Schnatterer in der 50. Minute, als Fejzic dessen Distanzschuss parieren konnte. Die wohl beste Chance hatte jedoch, nach rund einer Stunde Spielzeit, Denis Thomalla, der nach starker Vorbereitung von Sebastian Griesbeck über das Tor schoss. In der 71. Minute ergab sich aber dann nochmals die große Möglichkeit für den FCH zur Führung: Tim Skarke wurde im Strafraum zu Fall gebracht und Thorben Siewer zeigte sofort auf den Punkt. Arne Feick (73.) ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen,  trat zum Strafstoß an und verwandelte souverän zur 2:1-Führung! Fünf Minuten vorher war Marc Schnatterer, ansonsten Efmeterschütze vom Dienst, verletzungsbedingt ausgewechselt worden.

 

Doch die wertvolle Führung gaben die Rot-Blau-Weißen viel zu fahrlässig aus der Hand. Im Anschluss an eine Ecke, die erneut nicht geklärt werden konnte, brachte Khelifi den Ball auf Nyman (78.), der zum 2:2 einschob. Eine Abseitsposition von Kumbela erkannte Schiri Siewer zuvor fälschlicherweise nicht. In den Schlussminuten bauten die Niedersachsen dann enormen Druck auf das Tor von Kevin Müller auf. Das Eintracht-Stadion mutierte zum waren Hexenkessel. Die FCH Defensive schaffte es nicht mehr sich zu befreien und musste in der Nachspielzeit dann den ganz bitteren dritten Gegentreffer an diesem Abend hinnehmen: Ken Reichel zog aus der Distanz ab und traf sehenswert zum 3:2-Endstand.

 

Ein Ergebnis, das erst verdaut werden muss - schließlich wäre auch in Braunschweig wieder einmal mehr drin gewesen für die FCH Profis. Nach der anstehenden Länderspielpause geht es dann am Sonntag, 2. April 2017 (13.30 Uhr, Voith-Arena), in der 2. Bundesliga mit dem 26. Spieltag und dem Heimspiel gegen Greuther Fürth weiter.

 

Statistik zum Spiel:

 

FCH: Müller - Becker, Wahl, Theuerkauf, Feick - Wittek - Griesbeck, Titsch-Rivero - Schnatterer (68. Schnatterer), Skarke (73. Philp) - Thomalla (84. Gnaase)

 

Braunschweig: Fejzic, Sauer, Baffo, Valsvik, Reichel, Moll (75. Biada), Zuck (65. Kehelfi), Boland, Hernandez, Nyman, Abdullahi (68. Kumbela)

 

Tore: 0:1 Schnatterer (3.), 1:1 Boland (33.), 1:2 Feick (71.), 2:2 Nyman (78.), 3:2 Reichel (90.+2)

 

Gelbe Karten: Feick, Wittek, Kleindienst

 

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen)

 

Zuschauer: 20.000