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24. Oktober 2011 - Pokalhit gegen Borussia Mönchengladbach
Zwar liegt die erste Hauptrunde des DFB-Pokals schon mehr als zwei Monate zurück und doch sind die Erinnerungen beim 1. FC Heidenheim 1846 an das packende Duell gegen den SV Werder Bremen frischer denn je.

Am Dienstag, den 25. Oktober 2011 kommt es zum nächsten Saisonhighlight in der Voith-Arena.  Um 19 Uhr trifft der FCH auf den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und will auch dann wieder versuchen, die Chance des Außenseiters zu nutzen.

Einfach wird es auch gegen die Gladbacher nicht werden, die derzeit einen unglaublichen Lauf haben. Dank Lucien Favre, der seit Februar 2011 Cheftrainer am Niederrhein ist, verblüffen die Fohlen als Bayern-Verfolger die Bundesliga. Der Trainer hat in kürzester Zeit aus einer totgeglaubten Mannschaft ein Erfolgsteam geformt. Bei seinem ersten Einsatz als Trainer der Gladbacher konnte man mit einem 2:1 Sieg über Schalke 04 die Trendwende einläuten und es folgte eine unglaubliche Aufholjagd. Am Ende des 34.Spieltages der letzten Saison stand man dann doch noch auf dem 16. Tabellenplatz und sicherte sich in den Relegationsspielen gegen den VfL Bochum den Klassenerhalt. 

Den Schwung aus der Endphase der Saison 2010/11 konnten die Gladbacher in die neue Spielzeit mitnehmen und zeigten gleich beim Saisonauftakt in München ihr neues Gesicht. Man gewann gegen das Star-Ensemble vom FC Bayern München mit 1:0 und mischte fortan in den vorderen Rängen der Tabelle mit.

Trotz des sensationellen Saisonauftaktes scheint derzeit ein wenig Sand im Getriebe der Schwarz-Weiß-Grünen geraten zu sein. Seit drei Spielen ist man sieglos und holte nur einen Punkt und die Generalprobe für das DFB-Pokalspiel gegen den FCH verlor man am vergangenen Wochenende gegen die TSG Hoffenheim mit 1:0. Aufgrund der Niederlage rutschte man nun vom zweiten Platz auf den Fünften in der Tabelle ab. "Wir wissen nach der letzten Saison, wo wir herkommen. Wir sind kein absolutes Spitzenteam", analysiert Leistungsträger Reus gegenüber bundesliga.de die aktuelle Lage. Am Niederrhein ist man realistisch und so wird der ein oder andere noch länger von den goldenen 70er Jahren träumen müssen, eine Zeit in dem Borussia Mönchengladbach so gut wie alles auf nationaler und internationaler Ebene gewinnen konnte. 

Zur ersten Runde des DFB-Pokals mussten die Fohlen nach Regensburg. Beim Ligakonkurrenten des FCH, Jahn Regensburg, mit dem sich am vergangenen Wochenende der FCH nach einem 1:1 die Punkte teilte, gewann die Mannschaft von Lucien Favre mit 3:1. 

Den Weg nach Heidenheim auf die Ostalb kennen die Gladbacher bereits sehr gut. Zuletzt trafen beide Mannschaften im Juli in einem Vorbereitungsspiel aufeinander. 5000 Zuschauer sahen in der Voith-Arena eine 1:3 Niederlage des FCH. "Das Spiel am Dienstag wird man nicht mit dem Testspiel von damals vergleichen können", meint Andreas Spann, der sieben Jahre lang das Trikot der Borussen trug und fügt hinzu, "Ein Pflichtspiel ist immer etwas anderes, als ein Freundschaftsspiel". 

Dass es bei den Gladbachern im Moment etwas stockend läuft, davon will man beim FCH nichts wissen. Trainer Frank Schmidt und sein Team erwarten trotz allem eine druckvoll agierende und wenig bis gar nichts dem Zufall überlassende Gladbacher Mannschaft, die nur ein Ziel kennt - das Achtelfinale des DFB-Pokals zu erreichen. "Wir sind seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen und haben uns in den letzten Spielen das nötige Selbstvertrauen geholt, das man braucht, wenn man überhaupt gegen einen Bundesligisten bestehen will", sagt Frank Schmidt und setzt fort, "natürlich haben wir eine Chance, auch wenn diese gering ist und wir, wie gegen Bremen, krasser Außenseiter sind. Es liegt an uns, an eine weitere Sensation zu glauben und couragiert aufzutreten, nur dann ist eine weitere Sensation möglich". 

Die Spannung und Vorfreude auf das Spiel steigt zunehmend beim Trainerteam, der Mannschaft und allen anderen Verantwortlichen im Verein. Schon im Kartenvorverkauf erreichte man eine neue Dimension. Innerhalb von nur wenigen Stunden nach dem öffentlichen Verkaufsstartschuss konnte Geschäftsführer Holger Sanwald eine ausverkaufte Voith-Arena vermelden. 

Ein wichtiger Faktor wird am Dienstagabend auch wieder der zwölfte Mann sein, die Fans in der ausverkauften Voith-Arena, die bereits gegen den SV Werder Bremen nicht nur für eine atemberaubende Atmosphäre sorgten, sondern auch der Mannschaft nach dem parierten Elfmeter von Frank Lehmann zur zweiten Luft verholfen haben. Die Mannschaft des FCH wurde durch die Unterstützung der lautstarken Fans nochmals nach Vorn getrieben und schaffte dann das fast Unmögliche. 

Auch aus diesem Grund blickt Stürmer Andreas Spann optimistisch auf das Spiel: "Der Pokal hat seine eigene Gesetze, das haben wir bereits gegen Bremen erfahren. In einem Spiel ist immer alles möglich und ich baue daher auf unseren Heimvorteil und die Fans im Rücken". Neben Spann wird sich auch Neuzugang Nico Frommer sehr auf das Duell gegen die Fohlen freuen. Wie sein Stürmerkollege spielte er ebenfalls schon für die Gladbacher in der Saison 1999/2000. Frommer wird wohl vor allem darauf hoffen, dass er der Mannschaft nicht nur mit seiner Routine und Erfahrung in diesem wichtigen Spiel weiterhelfen kann, sondern vielleicht erneut mit einem Tor zum Erfolg beiträgt. 

Wie schon die vergangenen Spiele, wird man erneut auf die Langzeitverletzten Klarer, Wittek und Schnatterer verzichten müssen. Alle anderen Spieler haben die Möglichkeit auf einen Einsatz.

Wie bereits beim DFB-Pokal gegen Bremen, wird es auch gegen Borussia Mönchengladbach Shuttelbusse zum Stadion geben. Mehr dazu finden Sie hier!

Töne vor dem Spiel.


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